Aus der Duftküche

Hélène Darroze – Starköchin in Paris und London
Nein

Gehen exquisite Parfums und feine Küchendüfte zusammen? Natürlich! Die Parfum- und die Kochkunst bedienen sich häufig derselben Zutaten. Thierry Mugler Parfums und die Spitzenköchin Hélène Darroze haben sich zu einem speziellen Duftprojekt zusammengefunden: «Le Goût du Parfum» bietet ein sinnliches Erlebnis für Gaumen und Nase. Die Verbindung zur Beauty? Gut essen macht schön, finden wir.

Als der französische Modedesigner Thierry Mugler vor beinahe 20 Jahren seinen ersten Duft auf den Markt brachte, revolutionierte er damit auch gleich die Parfum-Welt. «Angel» war eine absolut neue Geruchserfahrung aus einer grossen Portion herber Patschuli-Blätter und den umwerfenden Aromen von gebrannten Mandeln, Schokolade und Zuckerwatte. Es war das erste «Gourmand»-Parfum. In derselben Tradition lancierte das Haus, aus dem sich der Gründer vor einiger Zeit verabschiedet hat, vier Parfums. Pierre Aulas, der heutige Kreativchef der Mugler-Parfums, setzt der «Gourmand»-Philosophie jetzt eine schillernde Kochmütze auf:

Er liess die preisgekrönte französische Spitzenköchin Hélène Darroze zu «Angel», «A Men», «Alien» und «Womanity» ein Viergänge-Menü kreieren. Darroze hatte dabei freie Hand, die Originalrezepturen der vier Parfums für ihre Gerichtemit einem «Geschmacksverstärker» zu boosten. Mugler wiederum reicherte damit die vier neuen Versionen seiner Düfte in der Linie «Le Goût du Parfum» an. Verführung pur, in der Nase und auf dem Teller. Und vielleicht Inspiration für Ihr Festtags-Menü?

 

Hélène Darroze – Starköchin in Paris und London
Kurzbiographie: Geboren am 23. Februar 1967 in Mont-de-Marsan, Südwestfrankreich. Die Tochter, Enkelin und Urenkelin leidenschaftlicher Köche studierte an der Wirtschaftshochschule in Bordeaux. Sie ist Mutter zweier kleinen Adoptivtöchter.

Karriere: Begann in der Verwaltung von Alain Ducasses Restaurant in Monaco. Ducasse erkannte ihr Talent am Herd. Sie wechselte die Seite, übernahm das Relais & Château ihrer Familie. Bekocht Staatschefs. Sammelt Auszeichnungen und Michelin-Sterne. Eröffnet 1999 ihr erstes Restaurant in Paris und 2008 das zweite im Connaught Hotel in London.

Küche: Von Alain Ducasse ermutigt, führt sie die Tradition ihrer Vorfahren weiter. Diese besagt: Respekt gegenüber dem Produkt, Anspruch auf Qualität und Sinn für sorgfältige Arbeit. Sie zieht der kräftigen Küche Südwestfrankreichs ein elegantes Kleid an.

 

Vorspeise:
Doraden-Tartar mit Haselnuss, Kaviar und Feigen-Chutney


Im jüngsten Mugler-Duft, «Womanity» (2010), kam mit der Molekularextraktion eine technische Innovation zur Anwendung. Sie erlaubt es, die ursprünglichen Materialien naturgetreu wiederzugeben. Besonders spürbar in der süssen Feigennote und dem salzigen Jodaroma des Kaviars. Hélène Darroze wiederspiegelt dies in ihrem Amuse-Bouche durch Feigen-Chutney und einige Kaviarperlen.
(Rezept zum Herunterladen: Vorspeise >>)

 

Erster Gang:
Gebratener Petersfisch mit Selleriepüree und Kaffee-Jus

Muglers Männerduft «A Men» (1996) nimmt diverse Noten aus «Angel» auf. Allen voran das herbe Patschuli. Es wird ergänzt durch Vanille und kräftigen Arabica-Kaffee. In der neuen Variante kommt noch ein feuriger Schuss Chili dazu. Die Sterneköchin komponierte dazu einen geschmacksintensiven Gang mit dominierender Kaffee- und Gewürznote und begeisterte sich am Farbkontrast von Kaffeebraun und Chilirot.
(Rezept zum Herunterladen: Erster Gang >>)

 

Zweiter Gang:
Gebratene Entenbrust in einer Kruste aus rosa Krokant

Die Formel des Parfums «Angel» (1992) wird mit bitterem Kakao ergänzt, der als geschmacklicher Verstärker dient. Im Hauptgericht nimmt Hélène Darroze die Idee der süss-salzigen Verbindung auf. Sie verwendet «Mole», eine Paste aus bitterer Schokolade, die in Mexiko in der Küche zu diversen Speisen verarbeitet wird.
(Rezept zum Herunterladen: Zweiter Gang >>)

 

Dessert:
Tonkabohnen-Eis mit Clafoutis-Bisquit und Salz-Karamell

Sambac-Jasmin, Amber, Cashmeranholz, Zitrusfrüchte und Gewürze sind die Hauptnoten des Parfums «Alien» (2005). Sie wurden in der neuen Version mit dem Duft von Karamell aus gesalzener Butter ergänzt. Für Hélène Darroze war gleich klar, dass dieser Duft nur das Dessert in ihrem Menü sein konnte. Sie übersetzte die weiche Holznote aus der Duftformel in ihrer Süssspeise mit der origniellen Tonkabohne.
(Rezept zum Herunterladen: Dessert >>)