Hackett kommt endlich nach Zürich
Die 156. Ausgabe des legendären Boatrace zwischen den Ruder-Achtern der Elite-Universitäten Cambridge und Oxford brachte Jeremy Hackett diesmal kein Glück. Der klassich britische Modemacher, dessen Unternehmen seit einigen Jahren im Besitz einer spanischen Investorengruppe ist, hatte die komplette Mannschaft des favorisierten Oxford-Achters ausgerüstet und am Ostersamstag dementsprechend erwartungsfroh im Startgelände an der Londoner Themse dem Rennen entgegengeblickt. Am Ende jedoch gewann Cambridge mit einer Bootslänge ziemlich klar und sicherte sich den 80. Triumph.
Dennoch war Hackett zufrieden. Der Auftritt seines Hauses war "very remarkable" und in seiner Zurückhaltung trotzdem typisch britisch. Es war offensichtlich, dass ein traditioneller englischer Anlass wie das Rennen auf der Themse ausgezeichnet zu Hackett passt. Das ambitioese und expandierende Modehaus hat sich zur Gänze dem Stil der Insel und dem British Way of Life verschrieben.
Bald übrigens soll auch Zürich in den Genuss dieser Lektion kommen. Der hierzulande noch etwas minder bekannte, vor allem in Asien boomende Brand wird voraussichtlich in einem Jahr ein Geschäft in der City eröffnen. Das ist gut so, denn auch auf dem Zürichsee wird gerudert, und nicht wenige hierzulande gehen im britischen Stil auf, der zwischen vornehmem Understatement und individueller Exaltiertheit changiert.
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