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Nimm zwei...
... sagten sich die Noblen Chinas im 17. und 18. Jahrhundert und bestellten in Manufakturen in Genf und London kunstvolle Uhren immer in zweifacher Ausführung. Der Grund lag im östlichen Dualismus, im Tao und im Yin und Yang. Er hatte aber auch seine durchaus praktische Seite: Musste ein kostbares Stück zur Reparatur den weiten Weg zurück nach Europa antreten, konnte man sich während dieser Zeit immer am zweiten «Zwilling» erfreuen. Die atemberaubenden Uhren mit Emaille-, Perlen- und Edelsteindekorationen dienten nicht allein zum Ablesen der Zeit; sie sind oft luxuriöse mechanische Spielzeuge. Wie die Pistolen, die beim Abdrücken einen kleinen Singvogel herausschnellen lassen oder eine Wolke Parfum versprühen. Das Genfer Patek-Philippe-Museum, eine der bedeutendsten Uhrensammlungen weltweit, widmet den «chinesischen» Uhren diesen Sommer eine beeindruckende Sonderschau.
«Le Miroire de la Séduction» (bis 16. Oktober 2010) Patek Philippe Museum, Rue des Vieux-Grenadiers 7, Genf, www.patekmuseum.com, Di – Fr, 14.00 – 18.00 Uhr, Sa 10.00 – 18.00 Uhr. Öffentliche Führungen jede halbe Stunde, private Führungen auf Anmeldung. Tel. 022 807 09 10.