«Hier wird das gedruckte Wort gefeiert.»
Braucht es wirklich einen weiteren Verlag für Mode, Architektur und Design? Kunstbücher gibt es schliesslich genug. Der Ansicht sind der Werber und Kunstsammler Christian Boros und die beiden Kunsthistorikerinnen und Autorinnen Uta Grosenick und Angelika Taschen auch – was die Berliner aber nicht von der kürzlichen Gründung des Distanz Verlages abhielt. Denn: «Hier wird das gedruckte Wort gefeiert», so Boros. «Wir wollen gute Inhalte auf die Strasse bringen», sagt er, mit «perfektem Druck». Papier müsse riechen, Umschläge müssten haptisch sein und Fotos müssten glänzen. Ist das altmodisch in Zeiten von Leserschwund und ipad? Siher icht, denn die Verleger setzen auf Multimedia für iPad und Co. Auch das digitale Wort soll gefeiet werden: Bei Interviews sollen Kameras mitlaufen, Download-Lizenzen sollen verkauft und Freunde in sozialen Netzwerken gewonnen werden. «Wir glauben, dass es zu viele Bücher gibt, aber zu wenig gute Bücher, die eine Daseinsberechtigung haben», sagt Boros. «Deshalb stehen wir morgens auf, deshalb geht Uta Grosenick vom DuMont Verlag weg und Angelika Taschen von Taschen.» Letztere will mit dem Distanz Verlag «noch einmal von vorn anfangen». Sie wird unter anderem für die schönen Dinge im Leben zuständig sein - für Architektur, Interior Design und Lifestyle. Freuen wir uns also schon mal auf viele schöne Bücher!
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