Nachttisch

13. May 2016

TEXT VON

Samuel Müller

Auf dem Nachttisch von Samuel

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Sex, Crime & Ricardo

 

Jo Nesbøs «The Son» ist meine aktuelle Bettlektüre. Zum zweiten Mal lese ich einen Krimi des norwegischen Autors. Ich mag die dichte, filmische Erzählweise und die düsteren Plots. Eine perfekte Überbrückung zwischen den (unendlich langen) einwöchigen Pausen von einer zur nächsten Folge «Game of Thrones».
jonesbo.com

Die ersten paar Kapitel des Buches habe ich mir vergangene Woche im Tessin reingezogen. Mit Freunden verbrachte ich Auffahrt auf der gegenüberliegenden Seeseite von Locarno. In Vairano, dem Dorf nebenan, haben gute Bekannte die «Sasso Residency» vor ein paar Jahren ins Leben gerufen. Das wunderschönes Haus aus dem 16. Jahrhundert wurde von den Initianten sorgfältig und stilvoll renoviert. Jetzt können dort Kreative aus allen künstlerischen Bereichen ihre Projekte verfolgen und umsetzen.
sasso-residency.ch

Zurück in meinem Zürcher Alltag schaffe ich es nicht mehr, «The Son» in so grosszügigen Happen weiterzulesen wie im Liegestuhl hoch über dem Lago Maggiore. Ein Lesezeichen in Griffnähe des Bettes ist daher unerlässlich, will ich doch nicht die Seiten knicken.
durex-shop.ch

Die Onlineplattform ricardo.ch war Gold wert beim Umzug in meine neue Wohnung. Nachdem die «Hardware» wie Sofa, Stühle und Lampen ersteigert waren, habe ich noch Kapazität für ein paar dekorative Dinge. Die jüngste Errungenschaft ist deshalb eine Kissenhülle aus einer Shoowa-Matte. Es handelt sich dabei um typisch afrikanisches Textil aus dem Kongo. Da ich keinen Nachttisch besitze, dient das Kissen als meine Ablage. Die  allnächtliche Traumsafari kann losgehen — gute Nacht!
ricardo.ch

 

Samuel, Modeassistent