15. Sep 2018

TEXT VON

Tina Bremer

FOTOGRAFIEN VON

The Alpina Gstaad

Ausgezeichnet!

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Das Alpina Gstaad gilt als eines der besten Hotels der Welt – und setzt Massstäbe in Sachen Nachhaltigkeit.

Die Geschichte ist jung, die Liste der Auszeichnungen lang: Fünf Jahre nach seiner Eröffnung wurde das Resort The Alpina Gstaad erneut vom renommierten Magazin «Travel + Leisure» zu einem der besten Hotels der Welt gewählt. Schon vergangenes Jahr kürte die «Bilanz» das Luxushaus zum besten Ferienhotel der Schweiz und auch der «Condé Nast Traveler» setzte es auf seine «Gold List».

Kunstvoll sind nicht nur die zahlreichen Werke an der Wand, sondern auch die Deckenbemalung in der Lobby-Bar.

Als das erste neue Fünfsternehotel in Gstaad seit 100 Jahren sorgte das Resort, das über dem Dorf thront, von Beginn an für jede Menge Trommelwirbel. Mit einer Architektur, die alpine Gemütlichkeit mit moderner Eleganz vereint, aber auch mit den Restaurants Megu und Sommet, welche jeweils mit einem Michelin-Stern dekoriert sind. Das Megu serviert in authentischem Ambiente feinste japanische Speisen. Subtil wurden landestypische Einflüsse in das Design integriert. So zieren den Teppich Kreise wie in einem Zen-Garten, wie in den klassischen Wohnhäusern gibt es drei unterschiedliche Höhenstufen.

Asiatisches Design und japanische Speisen gibt es im Restaurant Megu.

Das Sommet serviert frankophile Küche mit einem mediterranen Twist. Seit vergangenem Jahr steht Sternekoch Martin Göschel hinter den Kochtöpfen der Restaurants, der sich bereits im Hotel Paradies in Ftan einen Namen gemacht hat. Göschel setzt auf saisonale und regionale Produkte. «Vor allem im Sommer kommt alles aus dem Alpenraum», so der gebürtige Deutsche. Für jedes Gourmetmenü gibt es auch eine vegetarische Variante, was auch heute noch immer keine Selbstverständlichkeit ist. Göschel selbst verzichtet oft auf Fleisch und ernährt sich grösstenteils vegetarisch. Überhaupt ist ihm umweltbewusstes Arbeiten wichtig: «Wir versuchen Müll zu reduzieren, Einwegkisten zu benutzen und den Herd auszuschalten, wann immer man ihn nicht braucht.»

Die Zimmer und Suiten sind mit viel Holz und Stein eingerichtet – ein moderner Alpin-Chic.

Die nachhaltige Philosophie in der Küche passt zum Gesamtkonzept des Alpina Gstaad. Jeden Monat findet ein «Earth Check Edit» statt, an dem zum Beispiel der Wasserverbrauch und die Recyclingrate überprüft werden. Zehn Prozent der Einnahmen des gefilterten Wassers, welches in Glasflaschen verkauft wird, gehen an den Whole World Water Fund. Die 30 000 Quadratmeter Holz, die im Gebäude verarbeitet wurden, stammen von alten Farmhäusern und Scheunen, so dass keine neuen Bäume gefällt werden mussten. Vergangenes Jahr ersteigerte das Luxushotel einen elektronischen Fiat 500 von der The Leonardo DiCaprio Foundation, welche sich für den Umweltschutz einsetzt. Mit dem Flitzer können die Gäste die umgebende Bergwelt erkunden, ausgestattet mit einem Rucksack und Picknickkorb. Der Clou: Die Eisberger und Pinguine, welche das Auto zieren, verblassen ab 25 Grad Celsius.

Der Aussenpool und das schöne Six-Senses-Spa laden zum Entspannen ein.

Eigentümer des The Alpina Gstaad sind der einheimische Immobilienunternehmer Marcel Bach und der Franzose Jean-Claude Mimran, der sein Geld mit Zuckerplantagen in Afrika gemacht hat. Heute unterstützt er ein Charity Projekt in Bangladesch. Repräsentiert werden die beiden Inhaber durch zwei Kunstwerke, die im Eingangsbereich hängen – eine Simmentalkuh und ein Nashorn.