08. May 2019

TEXT VON

Bolero

FOTOGRAFIEN VON

Getty Images: Dimitrios Kambouris, Dia Dipasupil. Prada. Burberry.

Camp kommt nicht von Campieren

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Die Met-Gala in New York wird auch als Superbowl der Fashionszene bezeichnet. Dieser extravagante Ball findet jährlich jeweils anlässlich der Eröffnung von einer umfassenden Mode-Ausstellung statt, die sich jedesmal einem neuen Thema widmet. Dieses Jahr steht im Metropolitan Museum of Art alles im Zeichen von «Camp». Der englische Ausdruck kann etwa mit «überpointiert» oder «kitschig» übersetzt werden. Ein Thema, dass die Imagination der Stars und Designer zu Höchstleistungen antrieb.

Am ersten Montag im Mai versammeln sich jedes Jahr modeverrückte Stars und Designer am wohl aussergewöhnlichsten Red-Carpet-Event überhaupt. Die Met-Gala ist purer Augenschmaus für Fotografen, Fashionistas und Schaulustige, denn hier putzen sich die Berühmtheiten aus purer Lust am Kostümieren heraus. Filmschauspielerinnen müssen keine Filme promoten, Sängerinnen keine Tanzeinlagen geben und Models für einmal nicht bitterernst dreinschauen. Somit haben sie alle die Freiheit, sich von Kopf bis Fuss in wandelnde Mode-Skulpturen zu verwandeln und die gewagtesten Kreationen der Designer zum Leben zu erwecken.
Das diesjährige Motto «Camp» hat absolut nichts mit einem Zeltlager zu tun, sondern mit Kitsch, Übertreibung und popkulturellen Zitaten. Hier klicken, um die offizielle Definition von Wikipedia zu lesen.
Wie das Motto interpretiert wird, liegt ganz bei den Desigern und dem Mut der Trägerinnen und Träger. Laut Fashion-Insidern sind gewisse Stars einmal mehr am Thema der Gala verzweifelt und hätten ihre Stylisten angefleht, sie wollten doch eigentlich nur «hübsch und sexy» aussehen auf dem roten Teppich. Wer das genau war, wissen wir nicht, aber in unserer Galerie können Sie ja spekulieren, wer einen Nervenzusammenbruch im Vorfeld des Schaulaufens hatte.