Designerin Christa de Carouge zu Hause in Zürich.

06. Aug 2016

TEXT VON

Samuel Müller

FOTOGRAFIEN VON

Thomas Buchwalder, Wongwannawat

Kein schwarzer Tag!

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Heute wird Frau Furrer 80 Jahre alt. Neben ihrem Mädchennamen steht im Reisepass der Design-Ikone auch der viel bekanntere Künstlername de Carouge. Diesen hat sie eigens vom Gemeindepräsidenten des Bezirkes Carouge absegnen lassen, er fand ihren nom de plume sogar «une très bonne idée». Ebendort begann 1965 de Carouges Karriere mit eigenen Entwürfen, die sie in ihrer ersten Boutique verkaufte. Schwarz ist seit Anbeginn die Farbe ihrer Wahl und eine Philosophie. Unberührt von kurzlebigen Trends sollte ihre Mode immer den Anspruch von Langlebigkeit und ausgesuchter Materialität erfüllen. Die gebürtige Zürcherin forschte unbeirrt im Universum schwarzer Textilien nach neuen Schnitten und Oberflächen. Sexy Silhouetten interessierten sie nie. De Carouges Kleider sind Häuser aus Stoff. Man soll darin wohnen, reisen, leben können. Der konzeptionelle Ansatz brachte ihr eine treue Klientel und internationales Renommee. Bis vor drei Jahren hat sie unermüdlich an den eigenen Kollektionen gearbeitet und einen Laden in Zürich betrieben. Sie im Ruhestand zu wähnen wäre aber falsch, de Carouge verfolgt im Privaten ihre textilen Abenteuer leidenschaftlich weiter.  

Wir gratulieren Christa de Carouge ganz herzlich zum Geburtstag und bedanken uns bei der kreativen Schwarzmalerin für ihr unvergleichliches Oeuvre.

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