05. Apr 2016

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Bolero

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Imaxtree (Auftakt)

Cushion Make-up im Test

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Wer hats erfunden? Die Südkoreaner. Auch hierzulande strahlen immer mehr Frauen dank eines Cushion Make-ups – einem mit einer Foundation getränkten Kissen. Bolero hat es ausprobiert.

 

Yves Rocher
«Pure Light Fond de Teint Cushion», Fr. 45.–.

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Ganz ehrlich – ich werde nicht warm mit diesem Cushion-System. Wenn ich schon mal Make-up auftrage, dann am liebsten mit den Fingern. Probehalber gebe ich dem Teil aber einen Platz in meiner Handtasche. Und tatsächlich ist es ganz praktisch für unterwegs. Pluspunkte gibts von mir ausserdem fürs «weniger ist mehr» – hier stecken keine Duftstoffe und Parabene drin und auch keine tierischen Bestandteile. Was da nämlich manchmal als Kleingedrucktes in Beautyprodukten lauert, macht mir Gänsehaut. Im Produkt von Yves Rocher soll Babassu-Öl aus den Samen der brasilianischen Babassupalme die Haut pflegen. Mir gefällt, dass man die Deckkraft gut dosieren kann. Wenn die Nacht mal wieder kurz war, legt man eben noch mal eine Schicht nach.
Leoni Jessica Hof, Kulturredaktorin

 

Lancôme
«Miracle Cushion», ca. Fr. 60.–.

Lancome-Teint-Teint_Miracle_Cushion

Make-up in meinem Hautton (Milchschokolade) in der Schweiz zu finden, ist nicht ganz so einfach. Und die Auswahl ist auch in dem Fall nicht riesig. Die Nummer 4, Beige Miel, kommt meinem Teint jetzt zwischen den Saisons aber recht nahe. Das Design des Döschens ist schlicht und wohl überlegt: das Innere des Silberdeckels ist ein Spiegel, der Schwamm zum Auftragen integriert. Beim Make-up arbeite ich gern mit den Fingern, weil es das Ergebnis natürlicher macht und man nicht so geschminkt aussieht. Das Produkt lässt sich aber durch Drücken des Schwamms auf das Kissen einfach dosieren. Es deckt mir trotzdem etwas zu stark und mattiert auch sehr. Für Frauen, die absolut keinen Glanz im Gesicht mögen eine Empfehlung. Der Geruch ist neutral. Ich habe eher feuchtigkeitsarme Haut, darum verwende ich ab dem zweiten Testtag einen Tropfen Gesichtsöl direkt vor dem Make-up, das macht es geschmeidiger und nährender. Lichtschutzfaktor ist bei mir Bedingung und vorhanden.
Fazit: Ein Mix aus Puder-Creme-Flüssig-Make-up, der sicher praktisch ist, vor allem in der Handtasche und auf Reisen, bei mir aber keinen WOW-Effekt ausgelöst hat.
Dr. Sherin Hafner, Gesamtleitung Text  

 

M.A.C
«Matchmaster», Fr. 54.–.

MAC-Matchmaster-Shade-Intelligence-Compact-Cushion

 

Mir ging es anders als meinen Mit-Testerinnen: Ich habe mich in das Cushion Make-up schockverliebt. Ich trug bis anhin selten Foundation, weil mir alle bisher ausprobierten Produkte zu maskenartig erschienen, zu sehr deckend. Also hielt ich mich bis anhin maximal an eine BB Cream oder getönte Tagespflege. Mit dem Cushion Make-Up ist das anders: die Mengendosierung und das Auftragen mit dem beiliegenden Schwämmchen ist für meine Bedürfnisse genau richtig. Ich tupfe mit dem Schwamm einmal übers Gesicht, sauge dabei 2-3 Mal nur wenig Make-up vom Kissen auf, und nach einem Durchgang schaut das alles ganz wunderbar auf: Leichte Deckung, schön verblendet, perfekte Farbe. Das Ergebnis ist ausserdem gut haltbar. Es kann allenfalls sein, dass man – sollte man mehr Deckung wünschen – lange tupft, wenn es denn 3-4 Schichten sein müssen. Zum für mich optimalen Resultat kommt die schon genannte für den Transport ideale Verpackung, wenn auch die «Matchmaster»-Dose ein kleines bisschen kleiner sein könnte.
Priska Hofmann, Managing Editor & Head of Digital