21. Jun 2016

TEXT VON

Vanessa Kim

Die Redaktion testet: Wimpernextensions

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Schon lange spiele ich mit dem Gedanken, mir Wimpernextensions verpassen zu lassen, da ich ohne Mascara und Eyeliner einen müden Blick habe. Nach langem Hin und Her – ich bin innerlich zwiegespalten – vereinbare ich mit Rabea Kühn, Geschäftsführerin der Lash Bar im Niederdorf, einen Termin. Als ich vor dem Salon stehe, werde ich wahnsinnig nervös. Was, wenn etwas schief geht? Verliere ich etwa meine Naturwimpern? Ich hole tief Luft und betrete die Lash Bar. Im zweistöckigen Ladenlokal, in dem die Farben Schwarz und Weiss sowie Hollywoodlämpchen dominieren, werde ich herzlich begrüsst. Nach einem kurzen Beratungsgespräch lege ich mich auf eines der bequemen Tagesbetten und schliesse meine Augen. Das Letzte, was ich noch sehe, ist ein Patch, mit dem mein unterer Wimpernkranz abgedeckt wird – so vermeidet man, dass die Härchen miteinander verkleben. Schritt für Schritt werden mir einzelne Fake-Lashes aufgeklebt. Ich döse ein. Rund zwei Stunden später schaue ich erwartungsvoll in den Spiegel und… erschrecke! Ich bin entzückt und schockiert zugleich, denn mit meinen Wahnsinnswimpern muss ich unweigerlich an eine Manga-Figur denken. Mit einer Liste in der Tasche, auf der vermerkt ist, was ich während den nächsten 48 Stunden alles vermeiden muss – Dinge wie Make-up, Wasser(-dampf) oder fettige Cremes – mache ich mich auf den Heimweg.

Drei Tage später bin ich total happy mit meinem neuen Puppenblick. Komischerweise scheint im Büro – ausser einer guten Kollegin – niemand etwas zu bemerken. Dafür bekommen I-woke-up-like-this-Selfies eine völlig neue Dimension: Ich sehe morgens wacher aus und spare wertvolle Zeit im Bad – Eyeliner und Mascara gehören der Vergangenheit an. Was aber stört: Ab und zu verdrehen sich einzelne Wimpernhärchen und piksen mich ins Auge. Ansonsten fühlen sich die Lashes gut an und sind kaum zu spüren. Leider hält der ganze Spass nur einen Monat – für ein dauerhaftes Resultat müsste ich die Wimpern alle zwei bis vier Wochen auffüllen lassen. Da mir hierfür aber schlichtweg die Zeit fehlt und ich nicht auf meinen heissgeliebten Eyeliner verzichten kann (je weniger man sich im Augenbereich (ab-)schminkt, desto länger hält das Resultat), belasse ich es bei diesem einmaligen Versuch. Für einen wichtigen Event könnte ich mir Lash-Extensions aber definitiv vorstellen oder um in den Badeferien auch ohne Make-up am Strand eine bella Figura zu machen.

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Die «Original Lash Extensions» gibt es in der Lash Bar ab Fr. 280.–. 
Die Fake-Wimpern müssen alle zwei bis vier Wochen aufgefüllt werden, ab Fr. 80.–.
Lash Bar, Obere Zäune 6, 8001 Zürich, T. 044 261 11 66; www.lashbar.ch