18. Jan 2018

TEXT VON

Bolero

FOTOGRAFIEN VON

Boris Marberg und DE NIZ

Ein schwarzer Tag

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Nach kurzer Krankheit ist die Modeschöpferin Christa de Carouge im Alter von 81 Jahren gestorben. Die Schweizer Designszene verliert damit eine ihrer stärksten und kompromisslosesten Stimmen.

Galerie

Schwarz war seit Beginn ihrer Karriere die Farbe der Wahl und eine Philosophie für de Carouge. Unberührt von kurzlebigen Trends sollte ihre Mode immer den Anspruch von Langlebigkeit erfüllen. Die Zürcherin, die mit bürgerlichem Namen Christa Furrer hiess, forschte unbeirrt im Universum schwarzer Textilien nach neuen Schnitten und Oberflächen. Körperbetonte Silhouetten interessierten sie nie. Ihre Kleider waren Häuser aus Stoff, in denen man wohnen, reisen, leben sollte. Der konzeptionelle Ansatz brachte ihr eine treue Kundschaft und internationales Renommee. Bis vor vier Jahren hat sie an ihren eigenen Kollektionen gearbeitet und ihren Laden in Zürich geführt, der danach von ihrer engen Vertrauten Deniz Ayfer übernommen wurde. 

Christa de Carouges Lebenswerk ist noch bis am 18. Februar 2018 im Kunsthaus Zug ausgestellt.