09. Nov 2019

TEXT VON

Nadine Schrick

FOTOGRAFIEN VON

Vestiaire Collective

Vintage und Nachhaltigkeit

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Genau zehn Jahre ist es her, seit der Onlineshop Vestiaire Collective im Herzen von Paris als erste Plattform für Secondhand-Luxus- und Premiummode das Licht der Welt erblickte. Was sich  im Verlaufe des Jahrzehnts verändert hat und welchen Einfluss Millennials und die Generation Z dabei haben, verraten wir hier.

Dass Nachhaltigkeit im kommenden Jahrzehnt so wichtig werden würde, konnten die Gründerinnen Fanny Moizant und Sophie Hersan kaum vorhersehen. Auslöser für die Gründung ihrer Onlineplattform Vestiaire Collective war eher ein persönliches Anliegen. So stellten die beiden Französinnen fest, dass die meisten ihrer Freunde wunderschöne Designerstücke hatten, die sie nicht mehr verwendeten. Zu der Zeit gab es nämlich nicht viele geeignete Optionen, um geliebte Stücke weiterzuverkaufen. Daraufhin gründeten sie 2009 die erste Plattform für Secondhand-Luxus- und Premiummode ihrer Art. Vestiaire Collective war geboren.

Heute bietet der Onlineshop eine Auswahl an 5200 Luxusmarken. Auf die Echtheit der Stücke wird dabei enormen Wert gelegt. Jedes Produkt wird von einem internen Expertenteam einer physischen Überprüfung unterzogen. Die meisten der hauseigenen Authentifikatoren stammen aus erfahrenen und angesehenen Mode-, Luxus- und Auktionshäusern und sind auf eine bestimmte Kategorie spezialisiert.

Auch im Bezug auf die Käufer habe sich einiges getan. «Man merkt, dass vor allem junge Leute es bevorzugen, ein Vintage-Kleid oder eine Vintage-Bluse zu kaufen, anstatt zu einer Fast-Fashion-Marke zu gehen, wo sie die Qualität und Einzigartigkeit verlieren, die Vintage bietet», so Co-founder und Fashion Director Sophie Hersan. Die ganze Thematik rund um die Nachhaltigkeit, welche stark durch die Generation Z und die Millennials vorangetrieben wird, spielt also auch bei Vestiaire Collective eine grosse Rolle. Ein Trend, der hoffentlich noch lange andauern wird.