26. Mar 2018

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Bolero

Feuer im Rachen

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Von scharfen Saucen wollen wir dreierlei Reize: Schmerz, Stimulation und Geschmack. Der Chili drin besorgts uns.

Die Beliebtheit von Chilisaucen hat einen ganz einfachen Grund: Scharf macht scharf. Reine Biochemie. Capsaicin heisst die Substanz, die uns im wahrsten Sinn einheizt. Sie gaukelt den Nerven­enden im Rachen nämlich eine Verbrennung vor. Auf diese thermische Täuschung reagiert der Körper unverzüglich: mit Schwitzen, stärkerer Durchblutung, heftigem Speichelfluss und der sofortigen Ausschüttung von Endorphinen. Diese körpereigenen Glückshormone wirken wie Morphium, schmerzlindernd und euphorisierend. Es kann zu unkontrollierten Lachanfällen kommen. Der Effekt ist als Pepper High bekannt. Wer einmal für die Wirkung von Chili Feuer ge­fangen hat, weiss um die Suchtgefahr.
Berühmt-berüchtigt für exzessiven Chilikonsum war Rudolph Valentino, Hollywoods Sexsymbol der Stummfilmära. Er soll sich, so geht die Legende, die fiesen kleinen Scharfmacher zum Durchstarten beim Sex einverleibt haben – als Zäpfchen. 

Ein Anwendungsbereich, der uns nicht ­weiter beschäftigen soll. Weil man sonst das Beste am Chili verpasst: die Aromen.

Die ganze Geschichte jetzt  in der aktuellen Bolero Men 1/2018 Ausgabe.

Viel Spass beim Lesen!