11. Apr 2016

TEXT VON

Samuel Müller

Die feinen Gesten

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Wie werden die mikroskopisch kleinen Diamanten eines Fingerringes geschliffen? Wer führt den Pinsel ruhig genug, um das Zifferblatt einer Armbanduhr bemalen zu können? Warum ist der massgefertigte Lederschuh tatsächlich bequemer als die Sneakers?

Während den «europäischen Tagen des Kunsthandwerks» werden diese und noch viele andere Fragen anschaulich beantwortet. Für die Schweizer Edition des Anlasses öffnen Ateliers und Manufakturen in der Romandie während zwei Wochenenden im April ihre Türen.

Die Initiative kommt aus Frankreich, vom Institut National des Métiers d’Art. Ziel ist es, die Handwerkstradition zu erhalten und zu fördern. Mittlerweile haben zahlreiche Städte in ganz Europa die Idee aufgegriffen. Nicht zuletzt dank tatkräftiger Unterstützung von Partnern wie dem Genfer Uhrenmacher Vacheron-Constatin. So kann man Couturiers, Töpferern, Tierpräparatoren oder Schmuckdesignern von Athen bis Lissabon ungeniert über die Schulter schauen. Viele der angeschlossenen Werkstätte lassen die Besucher auch selber Hand anlegen. Wer sein Fingerspitzengefühl auf diese Weise testet, hat danach bestimmt eine neue Wertschätzung für Handgemachtes.

Die genauen Daten, Uhrzeiten und Orte für die Anlässe in den Kantonen Genf, Waadt, Jura und Neuenburg finden sie hier: www.journeesdesmetiersdart.ch