23. Jul 2019

TEXT VON

Leoni Hof

FOTOGRAFIEN VON

«Drittes Tier», 2017. «Mann mit Fahne», 2018. Thomas Schütte Foto: Miro Kuzmanovic (c) Thomas Schütte. «Albert King (Blues Men)», 2018. «Bunker (Modell A und N)», 1984.

Keine Helden

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Thomas Schütte (nicht nur) im Kunsthaus Bregenz.

«Sie kämpfen sich durch», sagt Thomas Schütte (*1954) über seine Statuen. Die sind keine Helden, Krieger oder Könige, sondern Figuren der Mühsal, des Wartens, der widerständigen Würde und Rätselhaftigkeit.

Schütte ist der vielleicht bedeutendste Bildhauer Deutschlands und einer der wichtigen Künstler der Gegenwart. Als Bildhauer arbeitet er figurativ, als Modellbauer abstrakt. «Man nimmt als zeitgenössischer Künstler keine Posen ein, sondern ist eher ein Seismograph, der die Ereignisse mitzittert», sagt der mehrfache documenta-Teilnehmer.

Zu Schüttes künstlerischen Schwerpunkten gehören zudem Aquarelle, Zeichnungen und Modelle sowie Installationen. Seine Arbeiten sind nun im Kunsthaus Bregenz zu sehen. Aber nicht nur dort: An verschiedenen Orten im öffentlichen Raum stösst man auf sie, etwa auf einen Wasserdampf schnaubenden Hund aus patinierter Bronze auf dem Karl-Tizian-Platz vor dem Kunsthaus.

Die Ausstellung «Thomas Schütte» läuft noch bis zum 6. Oktober im Kunsthaus Bregenz.