Unterstützung für die Braut

Die wichtigsten Tipps für Brautjungfern

Wer Brautjungfer oder sogar Trauzeugin ist, trägt viel Verantwortung, damit der Hochzeitstag für die Braut zum schönsten Tag ihres Lebens wird. Diese Tipps helfen dabei, dass alles reibungslos verläuft.

Bild: Getty Images

Die eigene Hochzeit ist für viele Paare der schönste Tag ihres Lebens. Die Erwartung an die Feierlichkeit ist also sehr hoch. Mindestens ein Jahr im Voraus, manchmal auch über mehrere Jahre hinweg, wird der Event geplant. Es gibt vieles zu bedenken: Nicht nur die passende Location muss zum gewünschten Termin reserviert werden, auch Brautkleid oder Anzug, Fotograf, Hochzeitstorte sowie Mahlzeiten, Musik und die Gästeliste müssen rechtzeitig organisiert werden, um nur ein paar Punkte der To-do-Liste zu nennen. Wem das zu viel ist, der kann dafür auch eine Hochzeitsplanerin oder einen Hochzeitsplaner engagieren.

Als Brautjungfer oder Trauzeugin sollte man der zukünftigen Braut bei der Planung helfen und sie vor allem am Hochzeitstag unterstützen. Während eine beliebige Anzahl an Brautjungfern gewählt werden kann – was aber nicht zwingend notwendig ist –, werden für die Eheschliessung bei einer katholischen oder ökumenischen Trauung in jedem Fall zwei Trauzeugen benötigt. Aus traditionellen Gründen wählen die meisten Paare bis heute zwei Trauzeugen aus, die dem Brautpaar in der Regel sehr nahestehen. Es ist daher möglich, dass man sowohl Brautjungfer als auch Trauzeugin ist.

Hier eine Auflistung der wichtigsten Aufgaben, durch die Brautjungfern oder Trauzeugen dem Brautpaar schon vor der Hochzeit unter die Arme greifen können:

Der Junggesell(inn)enabschied oder kurz JGA:

Dieser Hochzeitsbrauch wird von den Trauzeugen oder Brautjungfern organisiert. Beim JGA wird kurz vor der Hochzeit getrennt vom Partner gefeiert. Welche Gäste eingeladen werden sollen, welches Datum passt und welches Programm der Braut am besten gefallen würden, sollte rechtzeitig vor dem geplanten Termin mit ihr besprochen werden. Wie auch bei der Hochzeit steht sie im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Tipp: Die Einladungen für den JGA solltest du früh genug im Voraus verschicken, damit sich möglichst alle Gäste für den Event freinehmen können. Mit der Organisation aller Programmpunkte sowie der Dekoration und gegebenenfalls der Goodie-Bags für alle Gäste sollte ebenfalls rechtzeitig begonnen werden, damit man nicht in Zeitnot kommt. Wenn mehrere Brautjungfern ausgewählt wurden, kann man sich die Aufgaben aufteilen. Am besten verrät man der Braut nur die wichtigsten Details, damit sie sich bei ihrem JGA über kleine Überraschungen freuen kann.

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Das Brautkleid:

Auch bei der Wahl des Brautkleids oder Hochzeitsoutfits können Brautjungfern oder die Trauzeugin, beziehungsweise der Trauzeuge, sich als hilfreich erweisen. Welches Brautgeschäft den passenden Kleiderstil zu welchem Budget anbietet, sollte man vorher genau prüfen. Falls die Braut es wünscht, kann man sie bei der Auswahl und Anprobe beraten.

Tipp: Auch für die Anprobe von Brautkleidern muss in vielen Fachgeschäften ein Termin reserviert werden. Dies kannst du als enge Vertraute der Braut organisieren, um ihr etwas Arbeit abzunehmen. Am besten bucht man direkt in zwei Geschäften Termine, falls beim ersten nichts Passendes dabei sein sollte. Vor der Terminwahl sollte ausserdem bedacht werden, dass das Hochzeitsoutfit mindestens sechs Monate vor der Hochzeit ausgesucht wird, damit es je nach Modell noch rechtzeitig geliefert und später angepasst werden kann.

Der Brautstrauss:

Nicht nur Kleid oder Anzug, auch der Brautstrauss will mit Bedacht ausgewählt werden. Welche Blumen gefallen der Braut am besten? Welches Farbthema hat die Hochzeit, und soll die Location mit passenden Blumenbouquets dekoriert werden? Brautjungfern können diese Fragen in Ruhe mit der Braut oder dem Brautpaar besprechen, bevor mit einem Floristen der Strauss und die Deko im Detail geplant werden.

Tipp: Wenn du als Brautjungfer oder Trauzeugin zu dem Gespräch beim Floristen mitkommst, kannst du dich dort als nützliche Hilfe erweisen, indem du darauf achtest, dass alle zuvor festgelegten Blumenwünsche des Paares berücksichtigt werden: Form und Farbe des Strausses müssen geklärt und die weitere Blumendekoration geplant werden, wobei nicht das dafür vorgesehene Budget aus den Augen verloren werden darf.

Unterstützung bei der Organisation:

Auf Wunsch der Braut können Brautjungfern oder die Trauzeugin/der Trauzeuge auch bei allen möglichen weiteren Hochzeitsvorbereitungen helfen, wie zum Beispiel dem Versenden der Einladungskarten, der Auswahl der Musik oder auch der Planung für die Sitzordnung der Gäste.

Tipp: Falls die Braut von den vielen Vorbereitungen gestresst ist, solltest du sie fragen, welche Punkte der To-do-Liste du ihr abnehmen kannst, und ihr konkrete Hilfe anbieten. Gemeinsam lässt sich alles leichter erledigen.

Ist der grosse Tag schliesslich da, gibt es für die Trauzeugen und/oder Brautjungfern einiges zu tun und zu beachten.

Beim Ankleiden helfen:

Damit das Hochzeitsoutfit richtig sitzt, kann eine Brautjungfer oder Trauzeugin der Braut am Hochzeitstag beim Anziehen und Stylen helfen, wenn dies gewünscht wird.

Tipp: Als enge Vertraute der Braut schaust du, dass die Braut immer fantastisch aussieht und dass ihr Outfit und die Frisur gut sitzt. Du hilfst ihr als ihre persönliche Stylistin nicht nur beim Ankleiden, sondern, auch wenn sie auf die Toilette gehen muss oder wenn ein Fotoshooting ansteht.

Hochzeitsspiele:

Nicht jedes Paar mag es, wenn für die Hochzeit Spiele geplant werden. Dies sollte unbedingt vor der Feier mit Braut und Bräutigam geklärt werden. Dafür gibt es aber viele andere Ideen oder kleine Programmpunkte, die den besonderen Tag verschönern können, wie das Werfen von Reis nach der Trauung, welchen die Brautjungfern oder Trauzeugen an die Gäste verteilen können, oder das Anzünden von Wunderkerzen. Ausserdem halten vor allem die Trauzeugen oft eine rührende oder lustige Rede, in der sie dem Paar alles Gute für die gemeinsame Zukunft wünschen.

Tipp: Falls Reis, Blüten oder Konfetti geworfen werden, solltest du mit den Betreibern der jeweiligen Location vorher Rücksprache halten, ob dies dort erlaubt ist und wer die Reste dessen im Anschluss wieder beseitigt. Wer zu seiner Rede eine Bilder- oder Videoshow plant, muss diesen Programmpunkt gut vorbereiten und mit den Inhabern des Veranstaltungsortes der Hochzeit abklären.

Mentale Unterstützung:

Die Hochzeit ist ein sehr emotionaler Tag für Familie und Freunde des Paares, vor allem aber für die beiden angehenden Eheleute selbst. Als Brautjungfer oder Trauzeugin beziehungsweise Trauzeuge stärkt man der Braut zu jederzeit den Rücken, beruhigt sie, wenn sie nervös oder gestresst ist, und kümmert sich um anfallende Probleme, wie beispielsweise die Verzögerung einzelner Programmpunkte. Das Paar selbst soll davon nichts oder nur wenig mitbekommen und einen sorgenfreien, wunderschönen Hochzeitstag haben.

Tipp: Am besten hast du eine Notfalltasche für die Braut parat, in der sich nicht nur Haarnadeln, Make-up, kleines Haarspray, Deo und Kamm befinden, sondern auch Nadel und Faden, Taschentücher, Hustenbonbons, Pflaster sowie Fleckentferner aus der Tube.

Ringe tragen:

Häufig trägt einer der beiden Trauzeugen die Ringe, was eine sehr wichtige Aufgabe ist. Meist wird dafür ein männlicher Trauzeuge gewählt, der sie üblicherweise in der Innentasche seines Anzugs aufbewahrt, während Trauzeuginnen sie sicher in einer Handtasche verstauen. Falls das Paar bereits Kinder hat, kommen diese häufig als Ringträger zum Einsatz, worum sich bei der Hochzeit die Trauzeugen, eine Brautjungfer, oder die Eltern der angehenden Eheleute kümmern. Auch Hunde sind inzwischen als Ringträger keine Seltenheit mehr.

Tipp: Wer die Ringe tragen soll, besprichst du im Vorfeld mit dem Paar, damit am grossen Tag alles nach Wunsch der beiden verläuft.

Bei der Brautjungfer oder Trauzeugin liegt ebenfalls ein besonderes Augenmerk auf der Kleidung, die man trägt. Keinesfalls sollte man in dieser Rolle zu einer Hochzeit in Weiss, hellem Beige oder Schwarz erscheinen, ebenso wenig in einem zu kurzen Kleid oder in Alltagskleidung. Grundsätzlich ist elegante Kleidung für diesen Anlass immer eine gute Wahl. Der Dresscode wird aber vom Brautpaar festgelegt, und daran sollte man sich halten. So können zum Beispiel alle Gäste gebeten werden, in Weiss zu erscheinen, oder die Hochzeit kann unter einem bestimmten Motto stehen.

Während der Hochzeit steht man als enge Vertraute in erster Linie der Braut zur Verfügung, doch auch deren Eltern und Schwiegereltern werden unterstützt, wo nötig. Am besten erkundigt man sich zwischendurch bei ihnen, ob sie das Fest geniessen und ob alles in Ordnung ist. Auch falls Gäste Fragen haben, sollten Brautjungfern und Trauzeugen ihnen diese beantworten. So trägt man dazu bei, dass sich alle wohlfühlen und die Feier zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

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