Finnische Sauna, Biosauna und Co.

So unterscheiden sich die Sauna-Arten

Winterzeit ist Wellnesszeit. Bestandteil eines Wellnessprogramms ist auch die Sauna. Davon gibt es einige verschiedene Varianten. Hier erfährst du, welche sich für wen eignet.

Sauna

Der Besuch in der Sauna bringt einige Vorteile mit sich. In erster Linie ist es eine Zeit des Entspannens und Abschaltens. Beim Schwitzen kriegen wir den Kopf frei und tun unserer Gesundheit etwas Gutes. Denn das «Saunieren» regt die Durchblutung an, sorgt für freie Atemwege und entgiftet den Körper. Zudem wird das Immunsystem gestärkt, man beugt Erkältungen vor.

Ausserdem sorgt das Schwitzen für eine tiefenreinigende Wirkung, wodurch die Haut im Anschluss glänzt. Verspannungen werden gelöst, man fühlt sich ausgeglichener, der Körper findet in einen Ruhezustand und ein besserer Schlaf wird gefördert.

Weil es aber einige verschiedene Arten von Saunen gibt, verliert man beim Wellnessen schnell den Überblick. In welche Sauna soll man denn nun gehen? Wir geben einen Überblick.

Früh übt sich, wer ein Meister werden will: In speziell für Kleinkinder vorgesehenen Saunen kann bereits der Nachwuchs in den Genuss der Benefits kommen. Dort herrscht eine Temperatur von höchsten 70 Grad und eine geringe Feuchtigkeit von etwa 15 Prozent. Aufgüsse gibt es keine. Es empfiehlt sich jedoch, vorab mit einem Arzt zu sprechen und erst im Alter von vier Monaten zu beginnen.

Beim Banja handelt es sich um eine traditionell russische Sauna-Art. Hier herrschen zwischen 50 und 70 Grad und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Das Spezielle: Für Aufgüsse wird häufig auch Bier verwendet. Ausserdem liegen Birkenzweige bereit, mit denen die Saunabesucher hin und wieder über den Körper streichen, um so die Durchblutung zusätzlich anzuregen. Neben dem Schwitzraum gibt es auch einen Waschraum. Die ursprüngliche Idee war es, sich dort vor dem Betreten zu säubern.

Die Biosauna ist eine etwas mildere Art der Sauna. Hier schwitzt man bei zwischen 50 und 60 Grad und kann so auch etwas länger verweilen. Die Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 30 und 50 Prozent. Wohlriechend ätherische Öle und leichte Aufgüsse sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Die Light-Variante der Saunen eignet sich darum besonders gut für wärmeempfindliche Menschen oder Saunagänger mit Bluthochdruck.

Im Gegensatz zu einer Sauna kommt man im Dampfbad in den Genuss von eher geringen Temperaturen (um die 50 Grad), dafür aber sehr hoher Luftfeuchtigkeit (fast 100 Prozent), die mit Hilfe eines Dampfkessels erzeugt wird. Der grosse Vorteil von Dampfbädern: Durch die hohe Luftfeuchtigkeit öffnen sich die Poren und der Kreislauf wird schonend angeregt. Auch bei Dampfbädern wird zwischen verschiedenen Varianten unterschieden:

  • Caldarium: Diese Ausprägung des Dampfbads stammt noch von den Römern. Was es von den anderen unterscheidet? Hier finden ätherische Öle Anwendung. So kommen verschiedene Pflanzen, Wurzeln oder andere aus der Natur gewonnen Stoffe zum Einsatz.
  • Tepidarium: Auch das Tepidarium haben die Römer erfunden. Ein Besuch in einem solchen Dampfbad ist besonders entspannend, da es mit Bänken und Liegen ausgestattet ist. Im Raum herrschen nur geringe Temperaturen und ebenso eine geringe Luftfeuchtigkeit. Das macht das Tepidarium zu einem guten Ort für ältere Personen und Menschen mit einem schwachen Kreislauf.
  • Hamam: Ursprünglich kommt dieses Baderitual aus der Türkei. Beim Hamam handelt es sich um ein orientalisches Dampfbad, bei dem vor allem die Reinigung im Mittelpunkt steht. Ein traditionelles Hamam besteht dabei aus verschiedenen Räumen, die sich durch Temperaturunterschiede voneinander abgrenzen. 

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Nach einem Besuch im Hamam fühlt man sich tiefengereinigt. Im türkischen Bad kann man aber auch einfach die Seele baumeln lassen. Das sind die schönsten Orte dafür.

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  • Irisches Dampfbad: Auch das Irische Dampfbad verfügt über mehrere Räume. Und auch hier herrschen eher geringere Temperaturen von etwa 50 Grad. Weil der Raum über eine Frischluftzufuhr verfügt, kann kein allzu dichter Dampf entstehen.

Diese Sauna-Art hat etwas ganz Aussergewöhnliches an sich: Man sauniert nämlich direkt im Erdboden. Das ermöglicht eine in den Boden eingelassene Wanne, die das Fundament der Sauna bildet. Die Erdsauna stammt aus der Tradition der Nordvölker und erzeugt die wohl höchsten Temperaturen einer Sauna. Hier herrschen zwischen 110 und 130 Grad und eine geringe Luftfeuchtigkeit, die einem Holzofen im Innern zu verdanken sind, der ständig befeuert wird.

Die Finnische Sauna ist im Grunde die klassische Sauna, die vielen in den Sinn kommt, wenn sie ans Saunieren denken. Die Sauna ist im Innern komplett mit Massivholz ausgestattet; es gibt einen Steinofen als Hitzequelle, der für zwischen 90 und 100 Grad sorgt.

Die Hitze entsteht bei einer Infrarotsauna nicht extern – der Körper wird aufgrund von Infrarotstrahlen von innen heraus gewärmt. Es entsteht eine angenehme Tiefenwärme. Mit zwischen 40 und 50 Grad herrschen hier eher geringere Temperaturen. Positive Effekte bringt die Infrarotsauna aber ebenfalls mit: Die innere Wärme unterstützt das Immunsystem, den Kreislauf und Stoffwechsel. Diese Sauna-Art eignet sich besonders gut für Einsteiger.

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