Fernwehgeflüster

Strategisches Buchen

Boleromagazin.ch-Redaktorin Vanessa Büchel reist für ihr Leben gern. In der Kolumne Fernwehgeflüster erzählt sie von berührenden Momenten, witzigen Anekdoten und permanenten Herausforderungen des Unterwegsseins und gibt hilfreiche Tipps fürs Reisen.

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Gerade haben mich meine Schwester und ihr Freund um Hilfe gebeten. Sie wissen nicht, wohin in die Ferien. Und auch nicht, wann am besten buchen. Ich arbeite zwar in keinem Reisebüro, aber es kommt immer wieder vor, dass mich meine Familie, Freunde oder Bekannte fragen, ob ich Tipps fürs Buchen habe. Das hat man eben davon, wenn man so viel unterwegs ist. Man wird zum persönlichen Reisebüro von seinen Liebsten. Da helfe ich gern – schliesslich geht es ums Reisen, meine Lieblingstätigkeit.

Darum teile ich auch gern hier den ein oder anderen Tipp, den ich beim Buchen berücksichtige.

Die wichtigste Frage zuerst: Wohin soll es überhaupt gehen? Das ist eine ganz persönliche Sache, denn jeder liebt andere Reiseziele. Grundsätzlich kann ich aber sagen, dass ich im Sommer sehr gern in Europa bleibe, weil das Wetter dann ja (meistens) auch hier traumhaft ist. Wenn es weiter weg gehen soll, eignet sich der Winter besser für ein Getaway. Im Falle meiner Schwester und ihrem Freund: Sie überlegen sich nach Mexiko zu gehen, ich rate ihnen aber zu Spanien oder Italien – was sie am Ende wählen, liegt bei ihnen.

Der Gang ins Reisebüro ist zwar bequemer und spart Zeit, aber preislich zahlt es sich für gewöhnlich aus, wenn du zu Hause selbst im Internet recherchierst. So kannst du verschiedene Angebote auf unterschiedlichen Portalen ganz einfach vergleichen und das günstigste finden. Wer den besten Tarif will, kommt nicht darum herum, mehrere Portale zu durchsuchen und zu vergleichen. Denn es gibt nicht DIE beste Seite, um Ferien zu buchen. Meine Lieblingsportale:

Aber Achtung: Manchmal lohnt es sich, Flug und Hotel in einem Paket zu buchen. Kombinierte Buchungen kommen häufig mit Preisnachlässen daher. Auch dafür kannst du zu Hause online auf verschiedenen Seiten recherchieren oder aber doch ins Reisebüro gehen.

Klar, es gibt viele gute Last-Minute-Angebote, aber es ist nicht jedermanns oder jedefraus Sache, bis so kurz vor Abflug mit dem Buchen zu warten. Das braucht viel Nerven und Mut. Wer also lieber etwas früher Nägel mit Köpfen macht, der sollte am besten bis zu drei Monate im Voraus buchen. Denn dann sind Flüge und Hotels noch günstig. Mein Tipp also: Entweder ganz früh oder lieber ganz spät buchen.

Beim Wählen der Reisedaten sollte man schlau vorgehen. Die Schulferien sind beispielsweise ein Zeitraum, in dem viele Menschen verreisen. Ist man flexibel, sollte man diese Spanne besser vermeiden, um günstiger davonzukommen. Aber auch an den Wochentagen selbst variieren die Preise: An einem Montag anzureisen lohnt sich, da dann im Schnitt die Flüge günstiger als an anderen Wochentagen sind.

Hast du bei deiner Recherche alle möglichen Flughäfen in der Umgebung abgesucht? Mit diesem Vorgehen kann durchaus ein gutes Angebot gefunden werden, da es an gewissen Abflugorten mehr Flüge oder bessere Preise gibt. Für die Schweiz heisst das: Am besten Zürich, Genf, Basel, München und Friedrichshafen ausprobieren. Und am Zielort könnte es alternative Flughäfen geben, die du ansteuern könntest.

Der Computer merkt sich genau, wonach man sucht. Gibt man im selben Gerät mehrmals die gleichen Angebote ein, steigen die Preise automatisch. Es lohnt sich also, bevor man effektiv bucht, den Internetverlauf noch einmal zu löschen. Oder aber man recherchiert im Inkognito-Modus – das hilft ebenfalls, um die Preise am Ende tief zu halten.

Ich habe schon häufig gelesen, dass es gut ist, Flüge an einem Sonntag zu buchen. Dann sind die Preise in der Regel am günstigsten. Das sagt auch eine Statistik des Online-Reisebüros Expedia und Ticket-Dienstleisters Airlines Reporting Corporation. Die ausgewerteten Daten zeigen sogar, dass der durchschnittliche Ticketpreis an einem Sonntag rund 30 Prozent niedriger ist.

Bei den Hotels wählt man aber besser einen anderen Tag zum Buchen. Im Schnitt sind die Buchungen für Aufenthalte im Ausland donnerstags am niedrigsten, sagen die Buchungsauswertung und mein Bauchgefühl.

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