Designertasche als Investition

06. Feb 2019

TEXT VON

Rahel Zingg

FOTOGRAFIEN VON

Getty Images

Handtaschen sind wie Gold

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Wer mit einer Chanel-Tasche liebäugelt, handelt vernünftig und vorausschauend. Warum sich eine It-Bag mehr lohnen kann als eine Immobilie.

Klingt nach Wunschdenken, kann aber jetzt tatsächlich mit Zahlen belegt werden: Der Kauf einer Designer-Tasche lohnt sich. Der Wert der klassischen Chanel 2.55 allein ist innerhalb der letzten sechs Jahre um 70% angestiegen.

Das zeigt eine Analyse der US-Plattform Baghunter, die die Preisentwicklung der 2.55 seit dem Verkaufsstart im Februar 1955 zeigt und das Potential für die Zukunft prognostiziert. Aktuell kostet die «Medium Classic Flap Bag» knapp 5500 Franken. Bis 1990 sind die Preise vor allem der Inflation zuzuschreiben. Danach ging es steil bergauf: In einem Vierteljahrhundert stieg der Wert der Tasche um das Vierfache.

Chanel Tasche Klassik

Als wichtigen Faktor bezeichnet Baghunter-Chefin Evelyn Fox Plattformen, die sich auf Second-Hand-Designerteile spezialisiert haben und Chanel-Taschen einer breiteren Masse zugänglich machen. Wie sehr sich ein Kauf lohnen kann, zeigt der Vergleich mit einer Immobilieninvestition in den USA: Der Return on Investment, also das Verhältnis des Wertgewinns im Vergleich zu dem Preis, den man gezahlt hat, liegt bei einem Hauskauf bei 7% – bei der 2.55 sind es 70.

Auch für die Boy Bag, die Chanel in der Herbst/Winter-2011-Kollektion zum ersten Mal vorgestellt hat, wird eine Wertsteigerung vorausgesagt. Die komplette Analyse ist hier zu finden. Investieren ist in dem Fall also nicht nur ein Begriff, den man benutzt, um den Preis ein bisschen weniger schmerzhaft zu machen – es ist tatsächlich was dran und kann sich richtig lohnen. Die Macht der Handtasche ist nicht zu unterschätzen.