28. Aug 2019

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Nadine Schrick

Mode Suisse: Von Zürich auf die internationalen Laufstege

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Das beliebte Konzept von Fashionshows verbunden mit Showrooms funktioniert. Damit steuert die Talentplattform Mode Suisse auf ihre nächste Edition zu. Am kommenden Samstag wird in Zürich zum 16. Mal ausgewähltes Schweizer Modedesign gezeigt.  

Gönnen Sie sich dieses Wochenende eine geballte Ladung Mode in der Allgemeinen Berufsschule Zürich und im Landesmuseum.
Im Rahmen der Mode Suisse zeigen dort zehn Labels am Samstag, 31. August, ihre Kollektionen. Ab 13.00 Uhr sind die Türen geöffnet zu den Showrooms von: After Work Studio (Basel), Amorphose (Lugano), Forbidden Denimeries (Genf), Jacqueline Loekito (Basel), Julia Heuer (Stuttgart), Mourjjan (Zürich, Beirut, Mykonos), Nina Yuun (Basel, Seoul) sowie den Studierenden der HEAD (Genf) und des Institut Mode-Design HGK FHNW (Basel). Die Show am Abend ist wie auch in den Jahren zuvor nur für geladene Gäste zugänglich.

Am Sonntag, 1. September, steht folgendes auf dem Programm der «Sélection Mode Suisse»: Um 09.30 Uhr wird im Landesmuseum Zürich das Unisex-Shirt von Lilla Wicki (Monochrome Studio) lanciert. Es wurde in der Schweiz produziert und mit  historischen Glanzstücken aus dem Textilarchiv der Zürcherischen Seidenindustrie Gesellschaft (ZSIG) verziert. Die Einzelstücke sind in drei Farbvarianten im Landesmuseum Zürich und bei www.mooris.ch oder via info@modesuisse.com erhältlich.
Im Anschluss an die Präsentation lädt die Mode Suisse von 11.00 – 13.30 Uhr im Landesmuseum Zürich zum Talk ein. Das Thema lautet: «Schweizerische und internationale Unterstützungsstrukturen und Organisationen für unabhängige ModedesignerInnen».

Dass die Mode Suisse nicht nur auf nationaler Ebene an Bedeutung gewinnt, zeigt sich besonders diese Saison. Die Plattform reist während der Fashionweek nach New York und zeigt am Montag, 9. September, im Big Apple die Designer Forbidden Denimeries, Julia Heuer, Julian Zigerli, Vanessa Schindler und YVY.
Ende September geht es dann auf europäischem Boden an der Pariser Fashionweek weiter. Im Herzen des Marais Quartiers bestückt die Mode Suisse den sogenannten DACH-Showroom (wobei DACH für Deutschland, Österreich und Schweiz steht) mit den Labels After Work Studio, Julia Heuer, Julian Zigerli, Nina Yuun und Amorphose.

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das, was Sie in den Showrooms der Mode Suisse erwartet…

After Work Studio
Das Label aus Basel steht für Mode, die im klassischen Sinne saisonal sein muss. Gegründet wurde After Work Studio 2016 von Modedesignerin Karin Wüthrich und Grafiker Matthias Fürst. Das Duo entwickelt Kleinserien von Kleidungsstücken, die zu einer kontinuierlicher Kollektion führen. Die beiden legen Wert auf Nachhaltigkeit und lokale Produktion.


Jacqueline Loekito
Der kulturelle Hintergrund einer britischen Mutter und eines indonesischen Vaters prägt die Designerin Jacqueline Loekito. Ihr gleichnamiges Label hat sie 2012 gegründet, direkt nach dem Studium an der University for the Creative Arts in England. Loekito will die Garderoben von Männern und Frauen zu einer einzigen verbinden. Sie lebt in Basel und hat die Vision, die Schweiz bunter und mutiger zu machen. Deshalb erklärt sie die Farbe Pink als perfekt für beide Geschlechter.


Nina Yuun 
Nina Yuun wurde in New Jersey geboren und wuchs in Seoul auf, bevor sie ihr kreatives Leben nach Burgdorf verlegte. Yuun dekonstruiert seit 2018 traditionelle Kleidung und setzt sie wieder in präziser Handarbeit zu neuen Kreationen zusammen. Dies macht die Stücke zu unverwechselbaren Unikaten, die trotzdem zeitlos und elegant sind.


Mourjjan
Das Designerduo Mourjjan, bestehend aus Roland Rahal und Michael Muntinga, gründetet ihr Label 2011 und legt grossen Wert auf Verarbeitung und Materialien. Sie unterstützen diverse Handwerks- und Familienunternehmen in ganz Europa. Müheloser Stil und luxuriös bedruckte Stoffe stehen dabei im Zentrum ihres Entwurfsprozesses.