04. Jan 2018

TEXT VON

Samuel Müller

Schön flüchtig

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Drei Nasen für zwei neue Schweizer Nischendüfte. «Odur» riecht nach Wäldern, Seen, Moos und Licht.

Wie riecht die Schweiz? Diese Frage können Claudio Zier und Patrick Stebler nicht so einfach beantworten. Wie ihre Heimat duftet, hingegen schon. Den Geruch Graubündens haben sie in Flakons abgefüllt und schlicht «Odur» (das rätoromanische Wort für Duft) betitelt. Zier ist Werber in Zürich, Stebler führt eine Parfümerie in Chur. Gemeinsam mit dem Parfümeur Giovanni Sammarco haben die beiden 53-Jährigen beinahe drei Jahre lang an ihrer Vision gearbeitet. Gut Duft will Weile haben, alleine schon die Zertifizierung aller Inhaltsstoffe ist eine zeitraubende Angelegenheit. Sammarco, 31, sollte nur die wertvollsten Ingredienzien verwenden – traumhafte Arbeitsbedingungen für den italienischen Parfümeur, der mittlerweile in St. Gallen lebt und arbeitet. Entstanden sind zwei Varianten von «Odur»: «Pinus», inspiriert vom herbstlichen Arvenwald, und «Ervas», kreiert aus Erinnerungen an Sommertage am Caumasee bei Flims.

ODUR Der Anteil ätherischer Öle ist mit zwanzig Prozent deutlich höher als bei herkömmlichen Parfums. Je Fr. 240.—.