21. Jun 2020

TEXT VON

Carla Reinhard

FOTOGRAFIEN VON

Angelo Pantazis, Jonathan Borba, Daniel Hansen on Unsplash

Sicher vor Strahlen

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Sonnencreme schützt vor Sonnenbrand – so weit, so einfach. Und trotzdem gibt es zum UV-Schutz immer wieder Fragen. Wir beantworten die fünf wichtigsten.

Man sollte meinen, mittlerweile seien wir alle Sonnenschutz-Experten. Aber sich vor den schädlichen Strahlen abzuschirmen ist komplizierter, als man meint: An welcher Stelle in meiner Routine muss ich die Gesichts-Sonnencreme auftragen? Ist SPF50 wirklich besser als SPF30? Wir beantworten die wichtigsten Fragen, damit Sie diesen Sommer noch besser geschützt sind – egal ob unter der Schweizer Sonne oder doch am Mittelmeer…

Der Sommer ist da
Der Sommer ist da! Und damit die Hochsaison von Sonnencreme…

1: Muss ich wirklich darauf achten, dass die Sonnencreme vor UVA- und UVB-Strahlen schützt?

Ja, vor allem, wenn Sie sich nicht nur vor Hautkrebs, sondern auch vor ästhetischen Hautschäden schützen möchten. Während UVB-Strahlen für Sonnenbrand verantwortlich sind und die grösste Rolle in der Verursachung von Hautkrebs spielen, tragen UVA-Strahlen für die vorzeitige Hautalterung Schuld, also für das sogenannte Photoageing. Besonders Tagescremes mit SPF schützen oft nur vor UVB-Strahlen – ein genauer Blick lohnt sich.

2: Sonnencreme fürs Gesicht: vor oder nach der Tagescreme?

Dermatolog*innen empfehlen das Auftragen ganz zum Schluss, also nach der Tagescreme. Darüber kann danach ohne Probleme Make-up aufgetragen werden. Und schon stellt sich die nächste Frage: Wie frische ich meinen Sonnenschutz auf, ohne die Foundation zu verschmieren? Mittlerweile gibt es UV-Schutz in Puderform, der ganz einfach alle zwei Stunden auf das Gesicht getupft werden kann.

Sonnenschutz trotz Sonnenschirm
Auch unter dem Sonnenschirm gilt: UV-Schutz nicht vergessen.

3: Wirkt Creme- und Spray-Sonnenschutz gleich gut?

Grundsätzlich ja. Aber: Die Sprays müssen richtig angewendet und gründlich verteilt werden. Sprüht man den Nebel einmal nachlässig auf die Haut, ist die Abdeckung weniger gut als die einer Creme, die man einreibt. Das heisst: Gründlich sprayen – besser doppelt – und danach mit den Händen verteilen.

4: Lohnt sich SPF50 statt SPF30?

Ja, denn die höhere Zahl steht für höheren Schutz. Aber die Krux ist: Wir Menschen sind komisch gestrickt. Denn wer sich mit SPF50 einschmiert, wähnt sich sicherer, als jemand, der “nur” auf SPF30 setzt, legt sich also länger an die Sonne und frischt die Creme weniger oft auf. Was das bedeutet? Kaufen Sie keinen UV-Schutz unter SPF30 und cremen Sie sich alle zwei Stunden und immer direkt nach dem Baden erneut ein.

5: Wie lange kann ich meine Sonnencreme brauchen?

Bis sie die Haltbarkeitsangabe überschritten hat. Diese steht wie bei allen kosmetischen Produkten auf der Verpackung. Wo? Meist auf der Rückseite in einer Grafik von einem geöffneten Tiegel. 9M steht dann für 9 Monate nach dem Öffnen, 12M für 12 Monate und so weiter. Als Grundregel gilt also: Sonnencreme immer nur einen Sommer lang verwenden.