07. Jul 2020

TEXT VON

Nadine Schrick

FOTOGRAFIEN VON

Lola Studios

Sport wird grün

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Nachhaltigkeit ist ein grosses Thema in der Modeindustrie. Während zahlreiche Fashiondesigner auf umweltfreundliche Materialen setzen, hinken Sportlabels dem Trend nach. Wir verraten vier Brands, die uns in alten Fischernetzen und Bio-Baumwolle schwitzen lassen. 

Unsere Sportbekleidung musste bisher schon einiges können: Elastisch und atmungsaktiv sein, schnell trocknen und am besten noch gut aussehen. Und nun ist noch eine weitere Anforderung hinzugekommen: die Nachhaltigkeit. Denn dieses Thema ist nicht nur in der Modeindustrie in aller Munde, sondern auch in Sachen Sportswear scheint sich dafür ein immer grösseres Bewusstsein zu bilden. So ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr nachhaltige Labels wie Pilze aus dem Boden schiessen. Vier von ihnen stellen wir hier vor.

Lola Studio

Für alle Yogis ist eins klar: Bei Sonnengruss und Baum sollte unsere Kleidung wie eine zweite Haut sein. Das findet auch das Team des Schweizer Labels Lola Studio. Sie haben sich zudem zum Ziel gesetzt, ihre Produkte frei von Chemikalien und Umweltbelastungen herzustellen. Die Materialen sind aus biologischen oder wiederverwerteten Materialien gefertigt. Vom Sport-BH bis zur Loungewear findet man alles, was man für eine Yogastunde braucht.

Lola Studio Kurzer gestrickter Pulli aus 50% Bio-Baumwolle und 50% wiederverwertetes Acrylic, Fr. 229.–.

Nice to meet me

Bekannt für seine Yoga-Outfits ist auch Nice to meet me. Aber auch Jogger und Fitnessfans werden beim österreichischen Label fündig. Ihre Produkte bestehen aus Recycling-Polyester und Naturfasern wie Bio-Baumwolle oder Holzfasern. Das ist aber nicht alles. Das Label geht noch einen Schritt weiter, indem es Etiketten, Kataloge, Flyer oder Rechnungen auf recyceltem Papier druckt, die Webetiketten aus recyceltem Polyester herstellt und für die Prints nur Druckfarben auf Wasserbasis verwendet.

Nice to meet me Legging Energy aus Bio-Baumwolle, ca. Fr. 70.–.

Mymarini

Auf die Bedürfnisse aller Wassernixen und Wellenreiterinnen hat sich das deutsche Designerlabel Mymarini aus Hamburg fokussiert. Seit fast sieben Jahren kreiert das Team funktionale, modische sowie faire und nachhaltige Bikinis und Badeanzüge in puristischem Design. Die Stoffe werden umweltfreundlich in Italien produziert. Um die wertvollen Ressourcen der Natur zu schützen, verwendet das Swimwear-Label ein Garn, das zu 100 Prozent aus regenerierten Fischnetzen und anderen Plastikabfällen besteht. Dieser Stoff ist nicht nur nachhaltig, sondern schützt auch vor der Sonne.

Mymarini Badeanzug Sage-Style aus aus alten Fischernetzen und Nylon Müll, ca. Fr. 190.–.

Vaude

Vaude gilt als einer der Vorreiter für nachhaltige Produkte und setzt sich mit seiner Green Shape Core Collection für mehr Nachhaltigkeit ein. Dabei verwendet die Outdoor-Marke fast ausschliesslich textile Materialien, die biobasiert, recycelt oder reine Naturstoffe sind. Für die Kleidung, Schuhe und Rucksäcke kommen zudem innovative und nachwachsende Rohstoffe wie Reste von Kuhmilch, Holz oder Rizinusöl zum Einsatz.

Vaude Outdoorjacke Women’s Croz 3L Jacket III aus recycelte und biobasierte Materialien, Fr. 390.–.