So erkennst du gefälschte Handtaschen

Wer sich eine Designerhandtasche zulegt, lässt einen Batzen Geld liegen. Wenn man dann ein gefälschtes Exemplar bekommt, ist der Ärger gross. Diese schauen manchmal unglaublich echt aus. Wir verraten dir, wie man eine Fake-Tasche erkennt.

Chanel-Handtasche

Sie ist der treuste Begleiter einer Frau: In der Handtasche finden alle wichtigen Habseligkeiten Platz, ausserdem vollendet unser Liebingsaccessoire jedes Outfit. Handelt es sich dabei um eine Designerhandtasche, ist das Glück umso grösser. Doch die kosten nicht nur viel Geld, häufig sind die Modelle auch gar nicht so einfach zu bekommen. Darum suchen viele ihr begehrtes Stück in Second-Hand-Shops, auf dem Flohmarkt – oder auch immer öfter im Netz.

Dass Luxus-Bags schon immer gerne gefälscht wurde, ist dabei kein Geheimnis. Heute bringen aber nicht mehr nur Strassenhändler Fakes in den Umlauf, auch im Internet gibt es längst mehr und mehr Exemplare, bei denen man sich nicht ganz sicher sein kann. An einigen Besonderheiten lässt sich jedoch die Echtheit einer Handtasche überprüfen.

Louis Vuitton, Chanel oder Prada verwenden für ihre Handtaschen ausschliesslich hochwertige Materialien. Das heisst Echtleder, wobei Designer-Bags oftmals aus Rind- oder Hirschleder hergestellt werden. Das Naturmaterial verändert sich – anders als das bei Fakes eingesetzte Kunstleder – durch Regen, Sonne und alltäglichem Gebrauch, wird meist dunkler. Dies erkennt man besonders gut an Henkeln und Griffen, die am stärksten beansprucht werden.

Bei besseren Fälschungen kommt oftmals auch minderwertiges Leder, wie zum Beispiel vom Schaf, zum Einsatz. Das erkennt man am strengen Geruch. Auch im Gewicht nimmt man einen Unterschied wahr: Die aus Echtleder hergestellten Designerhandtaschen sind in der Regel schwerer als die aus Kunstleder bestehenden Fakes.

Auch an der Anzahl und Qualität der Nähte lässt sich erkennen, ob man ein echtes oder gefälschtes Exemplar in der Hand hält. Erstere weisen immer ebene und ungebrochene Nähte auf, die nie aus verschiedenfarbigen Fäden bestehen.

Grundsätzlich ist es ein gutes Zeichen, je weniger Nähte eine Handtasche hat. Denn die meisten Originale bestehen aus nur wenigen Lederstücken Besonders gut erkennt man das am Boden einer Handtasche, die bei echten Designerstücken nur aus einem einzelnen Lederteil besteht.

Man sollte immer ganz genau hinschauen. Auch wenn man auf den ersten Blick nichts Auffälliges entdeckt, ein Blick ins Innere der Handtasche lohnt sich immer. Denn häufig offenbart sich dort eine miese Verarbeitung, die einen Fake entlarvt.

Die Mini-Füsschen am Handtaschenboden, der Reissverschluss, Clips, Schnallen, Druckknöpfe oder Anhänger können ebenfalls ein Indiz für gefälschte Ware sein. Denn all diese Teile unterliegen bei Designern strengsten Qualitätsmerkmalen. Sie alle sollten gut verarbeitet sein und einwandfrei funktionieren.

Die Füsschen sind bei einem Original beispielsweise alle gleich gross und befinden sich am gleichen Platz auf dem Handtaschenboden. Vielfach ist auch das Logo der Marke auf den Metallelementen eingeprägt. Steht auf einem Reissverschluss YKK – der weltgrösste Reissverschlussproduzent – ist das ein eindeutiges Zeichen für einen Fake, da Designer nie auf diese Marke setzen.

Bei Originalen ist das Logo der Marke nie abgeschnitten. Es verschwindet nie in einer Naht. Natürlich kann es aber auch bei echten Exemplaren mal Ausnahmen geben. Man sollte die Logos aber immer genauestens betrachten und mit Bildern vergleichen, um Fakes zu erkennen.

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Bei Fälschungen kann es gut sein, dass die Buchstaben nicht regelmässig angeordnet, sie lieblos oder unregelmässig über das Leder gedruckt sind, die Buchstaben auslaufen oder keine regelmässige Farbbeschichtung besteht.

Handtaschen von Designerlabels sind mit einer Seriennummer ausgestattet. Die besteht bei Louis Vuitton beispielsweise aus zwei Buchstaben und vier Ziffern. Darin enthalten sind Produktionsort und -datum. So deuten die erste und dritte Ziffer auf den Monat und die zweite und vierte Ziffer auf das Jahr der Herstellung hin. Den grossen Unterschied erkennt man so: Bei Fälschungen ist die Seriennummer meist mit Abständen geschrieben, beim Original sind keine Leerzeichen vorhanden.

Liegen zudem Kassenzettel oder Echtheitszertifikate vor, handelt es sich mit grösserer Wahrscheinlichkeit um ein Original. Diese sollte man aber unbedingt mit dem Design und der Schrift von Originalbelegen vergleichen.

Auch die Verpackung kann einiges aufdecken: Echte Designerhandtaschen werden nie mit Plastik umwickelt, sondern immer in einer Schutztasche aus Stoff und dem Original-Karton verpackt.

Auf der Website des Designerlabels findet man Fotos von den Originalen. Mithilfe von diesen kann man Schriftzüge, Muster und Farbe der Taschen vergleichen. Unbedingt sollte man auch darauf achten, ob es das Modell so in dieser Form überhaupt vom Designerlabel gibt.

Bei manchen Labels wird sogar ein Vergleichsservice angeboten, der modellspezifisch Hinweise zu Abweichungen zwischen originalen und gefälschten Handtaschen aufklärt. Mögliche Informationen zu den Unterschieden findet man auch auf Blogs oder in Foren.

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