Was hilft gegen kratzige Pullover?

Mit dicken Wollpullovern trotzen wir im Herbst der Kälte. Leider sind diese nicht immer so kuschelig weich, wie sie aussehen. Zum Glück gibt es viele Tricks, durch die sich das Material angenehmer auf der Haut anfühlt.

In den kalten Jahreszeiten sind Wollpullover ein beliebtes Kleidungsstück.

Mit einem Pullover ist man im Herbst und Winter immer gut angezogen. Von gemütlichen Oversize-Modellen bis hin zu klassischen Twinsets ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ausserdem hält diese Kleidung einen schön warm, wenn es draussen kälter wird. Es verwundert daher nicht, dass Wollpullis sich bei Frauen und Männern grosser Beliebtheit erfreuen und nie aus der Mode kommen.

Doch was tun, wenn das Oberteil kratzig ist? Je grober und unbehandelter die Wolle ist, desto eher kann sie juckende Haut verursachen. Bevor man solche Kleidungsstücke einfach im Schrank verstauben lässt, sollte man die folgenden Tricks ausprobieren, die für mehr Tragekomfort sorgen.

Auch wenn eine Handwäsche oft schonender ist, sollte man bei rauen Pullovern lieber den Wollwaschgang der Maschine nutzen. Am besten verwendet man hierfür ein spezielles Waschmittel für Wolle, welches die Fasern pflegt und geschmeidig macht. So wird das Material nach der Reinigung weicher und flauschiger. Ein Weichspüler ist daher nicht zusätzlich nötig und kann schlimmstenfalls sogar dazu führen, dass die Kleidung ausleiert.

Da Wolle (Schaf-)Haar ist, kann man Pullover, die beim Tragen trotz Wollwaschgang noch zu Juckreiz führen, zusätzlich in Conditioner einweichen. Man gibt einfach etwas von dem Pflegeprodukt in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser und lässt das Oberteil einige Minuten darin einweichen. Anschliessend spült man es vorsichtig mit Wasser aus. Wer hierbei zu grob vorgeht, riskiert aber, dass das Kleidungsstück aus der Form gerät.

Bei extrem ungemütlicher Wollkleidung kann ein Bad in Lanolin, auch als Wollwachs bekannt, Wunder wirken. Für das Bad kauft man wasserfreies Wollwachs, welches zum Beispiel in der Apotheke erhältlich ist, gibt einen Teelöffel in einen halben Liter kochendes Wasser und fügt einen Teelöffel Spülmittel hinzu. Das Ganze sollte gut vermischt und anschliessend auf knapp 30 Grad abgekühlt werden. Danach legt man den Wollpullover in ein grosses Gefäss, zum Beispiel einen Eimer, und übergiesst ihn mit der milchigen Flüssigkeit. Falls nötig wird noch etwas lauwarmes Wasser hinzugegeben, sodass sich der ganze Pullover im Wasser befindet.

Nach rund einer Stunde kann der Pullover aus seinem Bad genommen und in einem Handtuch eingerollt ausgewrungen werden. Um die Wolle zu schonen, lässt man das Kleidungsstück im Liegen trocknen. Beim nächsten Tragen sollte das Oberteil gemütlicher sein, ansonsten kann man diesen Vorgang wiederholen.

Es klingt unglaublich, aber es hat sich bewährt: Legt man einen Wollpullover über Nacht eingepackt in einer Plastiktüte ins Gefrierfach, sorgt dies dafür, dass er weniger kratzig wird. Die Kälte hilft ausserdem, dass die beliebte Herbst- und Winterkleidung weniger Fasern verliert.

Falls nichts hilft und die Wolle sich einfach zu grob und unangenehm anfühlt, gibt es einen letzten Trick, der zu 100 Prozent wirkt: Man trägt einfach ein Rollkragen-Shirt unter dem kratzenden Pullover. Das sieht nicht nur stylisch aus, wenn man das Outfit gut aufeinander abstimmt, sondern hält ausserdem doppelt warm. So können einem die kalten Jahreszeiten nichts anhaben.

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