Die besten Parfüms für kalte Tage

Jede Jahreszeit hat ihren Duft. Riecht der Sommer fruchtig-leicht, mag es unsere Nase im Winter intensiver und würziger. Eine Expertin verrät, welche Parfüms an kalten Tagen guttun.

Parfüms, Düfte, Parfum für Winter

«Wo immer man geküsst werden möchte!», zitiert Karin Marty (51) Coco Chanel (1883-1971) auf die Frage, wo man Parfüm am besten auftragen sollte. Wahrscheinlich hält der Duft dann nicht so lange an, aber dafür ist es eine sehr poetische und sinnliche Art, um Parfüm aufzutragen, fügt die Store-Managerin des Marionnaud-Shops im Zürcher Glattzentrum schmunzelnd an.

Marty empfiehlt, einen Duft dort aufzutragen, wo das Blut pulsiert, um so eine möglichst lange Haltbarkeit zu garantieren. «Also in der kleinen Kuhle hinterm Ohrläppchen, auf den Innenseiten der Handgelenke, aber auch am Hals, auf den Schläfen, in den Kniekehlen und so weiter.»

Wo man den Duft aufträgt, ist das eine; welches Parfüm man wählt, das andere. Während jemand vielleicht gerne Blumiges riecht, mag der andere würzig-orientalische Noten. Die Geschmäcker sind verschieden, und die Auswahl zum Glück gross. «Düfte sind etwas zutiefst Individuelles. Es spielt der persönliche Geschmack eine Rolle, aber auch die jeweilige Stimmung», weiss auch Marty.

Auch wenn sich typische Winterdüfte herauskristallisieren, ist es laut der Parfüm-Expertin jedem selbst überlassen, seine persönliche Note zu wählen. «Wenn man Lust darauf hat, darf man einen leichten, fruchtigen oder blumigen ‹Sommerduft› im Winter ebenso tragen wie ein zartes, geblümtes Kleid.»

Im Allgemeinen seien Duftnoten im Winter aber oft wärmer und reicher. «Fruchtige Parfüms werden dann schonmal mit einer Gourmand-Note wie Karamell, Vanille oder Schokolade angereichert. Und blumige Düfte bekommen eine orientalische und sinnliche Note», meint die Marionnaud-Store-Managerin. Schwere Düfte seien im Winter beliebt, da sie länger anhaften würden als leichte, flüchtige Parfüms, die in den kälteren Monaten schneller verblassen.

Um das Ganze besser zu veranschaulichen, führt Marty aus: «Parfüms bestehen aus Kopf-, Herz- und Basisnoten. Die Basisnote ist der schwerste Teil des Duftes – der Teil, der am längsten nachklingt, während die Kopfnote schnell verfliegt.» In den Winternoten setze man eben besonders auf die Basisnoten, die dann wichtig sind. «Patchouli, Amber, Moschus, Vanille und Sandelholz zum Beispiel sind typische Basisnoten, die man in Winterdüften häufig findet.»

Manch einer bleibt seinem gewohnten Lieblingsduft treu. Für all diejenigen, die gerne eine grosse Duftauswahl haben und ihr Parfüm den Jahreszeiten anpassen, verrät Marty ihre liebsten klassischen Winterparfüms:

  • Hypnotic Poison von Dior versprühe einen warmen Vanilleduft. «Ein wunderbarer Klassiker, den viele als ‹verführerisch› bezeichnen würden.»
  • Würzig-orientalische Amber-Düfte für Damen: Opium von Yves Saint Laurent.
  • Für Männer empfiehlt die Parfüm-Expertin das Esencia von Loewe. «Ein anziehender Duft mit aromatischen, holzigen und erdigen Facetten.» Das Eau de Parfum sei dabei die Neuinterpretation des Klassikers von 1988.

Weiter zählt Marty Neuheiten auf, die ebenfalls gut zu den Wintermonaten passen:

  • Bei der Marke Gisada spiele Oud die Hauptrolle. «Für den aufregenden Herrenduft hat der Schweizer Parfümeur Andreas Wilhelm edle Hölzer mit Rose, Ambra, Patschuli und Moschus kombiniert.»
  • Ein weiterer toller neuer Winterduft für Männer: Spicebomb Infrared von Viktor & Rolf. «Ein würziger Amber-Duft mit Noten von Pfeffer, Zimt, Safran und Tabak», sagt Marty.
  • Etwas Neues für die kalten Tage liefere auch Maison Margiela mit dem holzig-würzigen Parfüm Replica Autumn Vibes.
  • «Oder aber das von drei Parfümeurinnen kreierte Idôle Aura von Lancôme, ein blumig-holziger Moschusduft.»

Zu Weihnachten landen viele Parfüms unterm Baum. Düfte sind ein beliebtes Geschenk, doch nicht ganz leicht auszusuchen, wie Marty sagt: «Weil Düfte etwas so Individuelles sind und auf jeder Haut anders riechen, ist es ungeheuer schwierig, beim Verschenken von Parfüms ins Schwarze zu treffen.»

Eine sichere – allerdings nicht sehr aufregende – Variante sei es, der fraglichen Person einfach ihren Lieblingsduft zu schenken, so quasi auf Vorrat. Etwas fantasievoller ist es laut Marty, den Lieblingsduft in Form einer parfümierten Körperpflege oder einer Duftkerze zu verschenken. «Jemandem, von dem man überhaupt keine Vorlieben kennt, sollte man anstelle eines Parfüms lieber ein edles Badeöl oder eine luxuriöse Körpercreme schenken.»

Und bekommt man selbst einen Duft geschenkt, den man so gar nicht mag, solle man das am besten direkt und ehrlich ansprechen. «Das heisst, dem Schenkenden schonend, aber offen sagen, dass man den Duft nicht so gerne hat. Vielleicht lässt er sich ja ungeöffnet noch umtauschen», rät die Parfüm-Expertin.

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