So frisch tragen wir unsere Haare im kühlen Herbst

Der Herbst ist der Start ins letzte Drittel des Jahres – also der perfekte Zeitpunkt für eine Veränderung. Wieso also keinen neuen Haarschnitt wagen? Das sind die wichtigsten Frisurentrends.

Haartrends

Die Zeit der Dutts und Ponytails ist vorbei. Es wird langsam kühler – obwohl es diesen Sommer nicht gerade brütend heiss war. Eher durchzogen, aber trotzdem: Der Herbst bringt meist noch wechselhafteres Wetter. Wir schwitzen nicht mehr und müssen die Haare nicht mehr zusammenbinden. Die wallende Mähne bleibt offen. Sie soll sitzen, unseren Charakter unterstreichen und gut aussehen. Johan Hellström (55) ist CEO der schwedischen Haarproduktemarke Björn Axén, Starfigaro und zwischendurch Coiffeur der schwedischen Royals. Der Experte ist sich sicher: «Diversity ist gerade der grösste Trend überhaupt.»

Damit meint Hellström die Verschiedenheit, die vielen unterschiedlichen Styles und der Mut zum Anderssein. «So viele Menschen schauen bei anderen ab und versuchen, sich anzupassen. Bitte, stecht heraus! Gebt der Welt etwas anzuschauen, das interessant und spannend ist», betont der Friseur. Besonders diesen Herbst und Winter gehe es darum, zu akzeptieren, wie und wer man ist. Diversität stehe im Fokus und werde zelebriert. «Ich liebe diesen Trend und will mehr davon», fügt Hellström mit einem herzlichen Lachen an.

Der schwedische Coiffeur betont: «Es gibt zurzeit nicht die eine Trendfrisur, sondern alles ist möglich. Wenn du gelockte Haare hast, dann bring die Locken so richtig hervor. Sind deine Haare lang und gerade, dann übertreib noch etwas mehr und unterstreiche deinen natürlichen Look.»

Das nennen wir mal einen Trend, der uns gefällt. Mit wenig Aufwand zu viel Selbstliebe. «Wagt es, herauszustechen, denn das ist gerade angesagt. Was auch immer du hast, mach daraus noch etwas mehr von eben dem», rät der Star-Figaro.

Doch neben der ganzen Liebe zur Natürlichkeit gibt es durchaus einige trendy Haarschnitte, die sich herauskristallisieren. Absolut angesagt sind laut dem Experten eine etwas längere Pixie-Variante, alle Arten von Bobs – vor allem aber der Blunt Bob –, eine neue Version des Wolf Cuts und Ponys in allen Längen. «Stirnfransen sind einfach das coolste Accessoire überhaupt», fügt Hellstörm an.

Farbtechnisch bleibt es natürlich. Auch hier gilt laut dem Profi, sich selbst treu zu bleiben. «Haare werden gefärbt, aber es geht mehr darum, das zu unterstreichen und zu pushen, was man schon hat.» Balayage spiele eine grosse Rolle. Oder «Burnt»-Töne bei Braunhaarigen.

«Aber natürlich haben wir auch weiterhin verrückte Farben, weil wir einfach ein bisschen Freude und Spass gerade jetzt in unserem Leben brauchen.» Hier würden aber eher verwaschene Töne auf der It-Liste stehen.

Vor allem spielt bei allen Haarstyles die Qualität eine Rolle, wie Hellström verrät. Es gehe einerseits um das Annehmen der eigenen Haarstruktur, aber auch um gesundes und glänzendes Haar. Glamour jeden Tag mit viel Pflege und Zuwendung. «Die Frisuren sind diese Saison sehr clean und klassisch. Auch wenn du wilde Locken hast, haben sie trotzdem eine durchdachte Form.» Es gehe um raffiniert gestylte Looks, spiegelglatten Glanz und Produkte, welche die Kraft und Vitalität der Haare stärken.

Mit Accessoires kann man den Haaren eine weitere persönliche Note verleihen. «Bei Haardetails sollte die Kreativität zum Zuge kommen. Wenn man gerade einen Schal zur Hand hat, kann man diesen seinem Zweck entwenden und ihn zu einem Bun binden.» Einfach manchmal etwas verrückt sein und sich ausleben, das macht dich glücklich und für andere zum wahren Eyecatcher.

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