Strahlender Teint dank Gua-Sha-Stein

Hokuspokus oder effektiver Beauty-Trend? Laut der chinesischen Medizin sollen sogenannte Gua-Sha-Steine zu einer frischen Ausstrahlung verhelfen. Das steckt hinter der Skincare-Methode.

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Man soll ja bekanntlich öfters mal etwas Neues ausprobieren. Ein aktueller Beauty-Trend auf Social Media heisst Gua Sha. Zahlreiche Influencer und Influencerinnen massieren sich gerade das Gesicht mit einem flachen Stein.

Für was das gut sein soll? Mit der Gua-Sha-Massage sollen überschüssige Flüssigkeiten und Lymphstauungen unter der Haut rausmassiert werden. Dadurch kommt der Lymphfluss und die Energie im Körper wieder zum Fliessen. Eine regelmässige Anwendung führt zu einer besseren Durchblutung, Vitalität und Spannkraft des Teints. Angeblich sollen zudem Entzündungen abheilen, das Immunsystem gestärkt und der Schlaf verbessert werden. Klingt nach einem Wundermittel, das wir im Kampf gegen fahle und blasse Haut gut brauchen können!

Eigentlich handelt es sich bei der Gua-Sha-Anwendung aber überhaupt nicht um eine neue Erfindung, sondern eine jahrtausendealte Tradition: Gua-Sha-Steine stammen aus der Chinesischen Medizin, wo sie traditionell bei Lymphdrainagen (eine medizinische Massage) zum Einsatz kommen. Im Vergleich zur ursprünglichen Anwendung handelt es sich bei der Gesichtsmassage jedoch um eine viel sanftere Version.

Der Begriff setzt sich aus den Wörtern «Gua», was übersetzt so viel wie «drücken» oder «streichen» bedeutet, und «Sha», das für «Ausschlag» oder «Rötungen» steht, zusammen. Wir streichen uns unerwünschte Unebenheiten also einfach aus dem Gesicht.

Wer sich an dem Trend probieren will, der sollte unbedingt die korrekte Streichrichtung beachten:

  • von innen nach aussen
  • von unten nach oben

Der Stein wird vorsichtig und sanft über die Haut gezogen und nur ein leichter Druck soll ausgeübt werden. Ein kühlender Effekt stellt sich ein, der hilft, die Durchblutung anzuregen und unseren «Glow» zum Strahlen zu bringen.

Niemals sollte der Stein auf der unvorbereiteten Haut angewendet werden. Wichtig ist, dass vor der Massage das Gesicht gut gereinigt wird. Anschliessend helfen ein Gesichtsöl oder Serum, damit der Stein förmlich über die Haut gleitet. Die Produkte werden dank des Steins auch besser in die Haut eingearbeitet.

Den Stein selbst gibt es in unterschiedlichen Formen und Varianten. In der Regel sind die Massagehelfer aber flach und erinnern an ein Herz. Die Seiten sind abgerundet. Bei der Steinauswahl handelt es sich oftmals um Jade, Amethyst oder Rosenquarz.

Wer den Stein lieber nicht direkt in der Hand halten will, für den gibt es auch Face-Roller, mit denen sich ebenfalls eine Massage machen lässt.

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