14. Oct 2015

TEXT VON

Bolero

Raus aus dem Nebel, rein in die Sonne!

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Die Wetteraussichten für das Unterland sind für das kommende Wochenende nicht rosig. Also ab in die Berge, wo wir dem trüben Wetter den Rücken kehren. Wir stellen unsere Lieblingswanderwege vor. Aber Vorsicht: Für den Muskelkater übernehmen wir keine Verantwortung!

Nichts für Hasenfüsse!
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Es braucht ein bisschen Mut, die 100 Meter hohe und 170 Meter lange Hängeseilbrücke, die nach dem Vorbild der nepalesischen Dreiseilbrücke gebaute wurde, zu betreten – aber der Blick über den See hinauf zum Gletscher ist einmalig. Die Triftbahn sollte man unbedingt ausser acht lassen, dafür die rechte Strecke talaufwärts folgend zu Fuss in Kauf nehmen, denn die Bergwelt zeigt sich hier von ihrer schönsten Seite.
Ausgangspunkt: Talstation Triftbahn
Talstation – Bergstation Triftbahn 2 h
1020 – 1357 m.ü.M.
Bergstation Triftbahn – Triftbrücke 1,5 h
1357 – 1720 m.ü.M.
Duong Nguyen, Bildredaktorin Bolero und Bolero Men

 

Zwischen Himmel und Erde
Lavaux 2012

© Grégoire Chappuis/gc-photo.ch

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© Stephan Schrepfer

Wie durch ein Stillleben wandert man von Grandvaux mit Sicht auf den Genfersee durch die malerische Winzerdörfer Riex, Epesses, Dézaley bis nach Rivaz. Von dort kehrt man bequem mit dem Zug und der S-Bahn über Lausanne zurück und steigt in Cully aus. Ein letztes Mal bergauf und dann unbedingt genügend Zeit in der Auberge de la Gare für die Filets de Perches oder das Steak Tartare einplanen. Am besten auch gleich dort übernachten!
Susanne Märki, Leitung Bildredaktion
Muskelkater inklusive

Meine erste Wanderung überhaupt begann mit einem Paukenschlag: Nach rund 40 Minuten verlor ich erst meine linke und weitere 10 Minuten später meine rechte Sohle. Zum Glück hatte ich Spikes dabei, die ich an meinen (mittlerweile sohlenfreien) Wanderschuhen befestigen konnte. Wir wanderten über Stock und Stein: Ebenalp-Füessler- Altenalp-Messmer- Seealpsee-Wasserauen, quer durch den Kanton Appenzell. Teilweise mussten wir uns an Metallgeländern festhalten, um nicht die Felsen hinunterzufallen. Der Anblick des Seealpsees (fast zum Schluss der Wanderung) entschuldigte die Strapazen der vergangenen Stunden. Mein Fazit: Der Weg ist anspruchsvoll, aber für blutige Anfänger dennoch machbar – allerdings inklusive Muskelkater!
Vanesa Fink, Beauty Editor Bolero und Bolero Men

 

Gratwanderung vom Atzmännig bis nach Steg
Schnebelhorn

Über zehn Berge muss man gehn, wenn man eine der schönsten Routen in den Voralpen erwandern möchte. Höhepunkte dieser Tour sind Tweralpspitz, Chümibarren und der höchste Zürcher Berg, das Schnebelhorn.  Nach einer gemütlichen Sesselbahn-Fahrt geht die Wanderung los. Die Fernsicht auf dem Schnebelhorn bis zum Bodensee ist wirklich atemberaubend. Im Restaurant Tierhag kann man sich stärken. Mit den vielen Farben des Herbstes macht die Wanderung noch mehr Spass. In Steg angekommen bringt einen die S-Bahn zurück ins Festland – die Füsse danken es.
Dauer: ca. 5 Stunden.
Irina Possenti, Redaktionsassistentin Bolero