Sonnencreme richtig auftragen – nur so schützen wir unsere Haut!

Im Sommer sollte man die Haut mit ausreichend Sonnencreme schützen. Manche Körperstellen gehen beim Eincremen häufig vergessen.

Im Sommer sollte man die Haut mit genug Sonnencreme schützen. Aber aufpassen: Manche Körperstellen gehen häufig vergessen.

Die Sonne – sie zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht, ist aber nicht immer zum Lachen: Ohne den richtigen Schutz verbrennen wir unsere Haut, was Hautkrebs verursachen kann. Auch für Hautalterung, Pigmentierung und DNA-Schäden kann die Sonneneinstrahlung verantwortlich sein.

Sonnenschutz ist daher das A und O! Vor allem sollte dieser aber auch richtig aufgetragen werden. «30 Minuten vor dem Sonnenbaden sollte man sich eincremen – und zwar mit einer ausreichenden Menge», betont Dr. Felix Bertram (46), Facharzt FMH für Dermatologie und Gründer und Inhaber der skinmed Kliniken für Dermatologie und Plastische Chirurgie in Aarau und Lenzburg AG. Die meisten Menschen greifen erst zur Tube, wenn sie bereits in der Sonne liegen, wie der Facharzt erklärt. Das sei ein Fehler. «Und dann wird auch noch eine viel zu dünne Schicht Creme aufgetragen.»

Laut Angaben der Krebsliga kommt es in der Schweiz jährlich zu etwa 2800 neuen Hautkrebs-Fällen. Dabei zählt der Hautkrebs zu den häufigsten, zugleich aber auch vermeidbaren Krebsarten. Denn wir haben es selber in der Hand, wie gut wir uns eincremen und mit Kleidung, Hut und Sonnenbrille vor schädlichen Sonnenstrahlen schützen.

Häufig muss es schnell gehen: Man hat nicht viel Zeit, will unbedingt noch etwas Sonne abkriegen – und cremt sich im Stress ein. Dass man dann nicht alle Hautstellen mit gleich viel Sonnenschutz versorgt, kann schon mal vorkommen. Bertram nennt Stellen, die seine Patienten oftmals unbewusst auslassen: «Die Ohren oder den Nacken vergisst man gerne.» Auch dort sollte daran gedacht werden, ausreichend Sonnencreme aufzutragen.

Neben der Sonnencreme sollte man laut dem Experten auf weiteren Sonnenschutz achten: «Bedeckende Kleidung, einen Hut und nach Möglichkeit im Schatten aufhalten – das ist noch wichtiger», weiss Bertram.

Doch eine sich immer wieder stellende Frage: Welchen Sonnenschutz soll ich denn nun für meine Haut wählen? Der Facharzt stellt klar: «Das hängt vom Hauttyp und der Eigenschutzzeit ab.» Als Beispiel führt er an: Ein heller Hauttyp hat eine Eigenschutzzeit von beispielsweise zehn Minuten, das heisst seine Haut kann sich etwa für zehn Minuten eigenständig vor UV-Bestrahlung schützen, bevor die Haut beginnt zu «verbrennen».

Zieht man nun den Lichtschutzfaktor hinzu, sagt dieser aus, um welchen Faktor sich die Eigenschutzzeit erhöht. 50 würde laut Bertram aus den zehn Minuten theoretisch 500 Minuten machen. Das sei aber nur theoretisch: «Denn wir wenden den Sonnenschutz zu dünn an und entfernen ihn auch relativ schnell wieder von der Haut durch Schwimmen, Abtrocknen, und so weiter.» Der Facharzt empfiehlt, vorzugsweise auf einen Lichtschutzfaktor 50 zu setzen und alle 60 bis 90 Minuten nachzucremen.

Alle in der Schweiz erhältlichen Sonnenschutzprodukte unabhängig vom Preis seien von ausgezeichneter Qualität. Ob man nun zu einem leichten Spray oder lieber einer cremigen Textur greift, hänge dabei von den individuellen Vorlieben ab.

Neben dem Schutz vor UVB-Strahlen sollte die Creme auch vor UVA schützen. «Bis vor wenigen Jahren bezog sich der Schutz hauptsächlich auf UVB-Strahlen, heute aber in der Regel auch auf UVA», so Bertram.

Um den Unterschied darzustellen, nennt der Facharzt eine kleine Eselsbrücke: «Das B in UVB steht für ‹Brand› (Sonnenbrand). Das A in UVA für ‹Altern› (Hautalterung). Das ist aber natürlich sehr verkürzt dargestellt.» Die UVB-Strahlung sei also schuld an Sonnenbränden und fördere die Entstehung von Hautkrebs. UVA verhelfe dagegen zur beliebten Bräune, lasse die Haut aber auch schneller altern und sorge für Faltenbildung.

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