Microshading: Das steckt hinter dem Augenbrauen-Trend

Wer keine Lust auf tägliches Nachziehen der Augenbrauen hat, für den gibt es andere Lösungen: Microblading oder Microshading versprechen ein lang anhaltendes Ergebnis. Während sich erstere Methode schon länger grosser Beliebtheit erfreut, ist zweitere noch eher unbekannt. Eine Expertin erklärt den Unterschied.

Augenbrauen

Die Augenbrauen sind der Rahmen des Gesichts. Doch nicht jede Frau ist mit buschigen Wunderexemplaren à la Cara Delevingne (29) gesegnet. Bei manchen braucht es etwas mehr Nachhilfe als bei anderen, damit die Brauen sitzen. Zupfen, bürsten, bemalen, und das täglich. Wer diese ausgedehnte Pflegeroutine satthat, der kann zu anderen Möglichkeiten greifen.

Während Microblading schon lange beliebt ist, gibt es andere Methoden, die weniger bekannt sind. So etwa Microshading, das perfekte Augenbrauen für alle Hauttypen verspricht. Egal, ob ölige oder sensible Haut – die Technik eignet sich für alle, wie Aline Arndt (24), Inhaberin des auf Permanent-Make-up spezialisierten Kosmetikstudios LA Brows, bestätigt: «Microblading empfehle ich bei öliger Haut nicht unbedingt, da das Ergebnis dann weniger eben verheilt als bei normaler bis trockener Haut. Microshading hingegen eignet sich für jeden Hauttyp.»

Doch worin genau liegt eigentlich der Unterschied der beiden Techniken? Die Expertin erklärt: «Microshading ist im Grunde die Kombination aus zwei Techniken – es werden Shading (Powder Brows) und wenige Microblading-Striche zusammen angewandt. Die Methode hat viele Bezeichnungen, mancherorts nennt man sie auch Combo Brows oder Powder Brows.» Bei dieser Methode kommt laut Arndt eine Art Maschine, ähnlich wie ein Tätowiergerät, zum Einsatz. Es handelt sich also um Permanent-Make-up. «Man kann es als eine Schattierungstechnik sehen, die am Ende von der Braue dunkler ist und am Anfang heller verläuft, um eine soften und natürlichen Look zu kreieren», so die Urnerin.

Beim Microblading werden hingegen mithilfe einer Art Klinge – aneinander gereihte, kleine Blades – kleine Schnitte in Form der Augenbrauenhärchen in die Haut geritzt. Anschliessend werden diese mit Farbpigmenten gefüllt. Da die Pigmente nur in die oberste Hautschicht gelangen und nicht nach weiter unten, handelt es sich um ein semi-permanentes Ergebnis.

Während Microblading meistens maximal ein Jahr bis 18 Monate halte, können die Augenbrauen mit der Powder-Brows-Anwendung bis zu drei Jahre oder länger perfekt aussehen. Generell komme es aber auf den Hauttypen, die Ernährung, Sonneneinstrahlung und andere Faktoren an, wie lange ein Ergebnis im Endeffekt anhält. «Ich empfehle bei jedem Permanent-Make-up, auch bei Microblading, ein regelmässiges Auffrischen.»

Beim Schmerzgrad gebe es durchaus Unterschiede. «Microblading ist etwas schmerzhafter, da hier kleine Schnitte gemacht werden, die vergleichbar mit Papierschnitten sind.» Bei den Powder Brows wird die Haut laut Arndt nur leicht «aufgekratzt», was den Prozess erträglicher macht. Gut aushaltbar seien aber beide Behandlungsmethoden.

Die Expertin empfiehlt die Powder-Brows-Behandlung jeder Frau, die morgens bereits mit perfekt gestylten Augenbrauen aufwachen oder mit «wasserfesten» Traum-Augenbrauen schwimmen gehen möchte. «Es können auch Asymmetrie ausgeglichen oder Vernarbungen kaschiert werden. Bei den Powder Brows gibt es mehr Freiraum, was die Form anbelangt – man darf auch ruhig über die eigenen Augenbrauen hinaus gehen, sie zum Beispiel verlängern oder breiter machen.» So würden die Augenbrauen voller aussehen und ein tägliches Nachzeichnen ist nicht mehr nötig.

«Mit den Powder Brows erreicht man ein noch natürlicheres Ergebnis als mit Microblading», weiss der Augenbrauen-Profi.

Zur Person

Schon als kleines Mädchen liebte Aline Arndt (24) das Zeichnen. «Ich war ausserdem schon immer eine kleine Perfektionistin», gesteht die Permanent-Make-up-Expertin. Beides kann sie heute in ihrem Beruf umsetzen: «Ich beherrschte die Kunst des Augenbrauen-Stylings von Anfang an recht gut.» Erlernt hat sie ihr Handwerk in Los Angeles, woher auch der Name ihres eigenen Kosmetikstudios stammt.

Im Kanton Uri ist Arndt eine kleine Exotin: «Mit meiner Arbeit habe ich etwas Aussergewöhnliches in meine Heimat gebracht. Ich bin glücklich darüber, etwas so Neuartiges in meinen Kanton bringen zu dürfen.» Am meisten Spass macht ihr aber die Arbeit selbst, an der sie besonders schätzt, ihre Kundinnen zufrieden zu machen, wie sie erklärt: «Ich gebe mir bei jeder einzelnen Klientin besonders Mühe, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Für mich ist meine Arbeit wie Kunst und für jede Kundin gibt es das passende Kunstwerk.»

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